Rezensionen

Was ich im Januar gelesen habe… {Rezensionen}

Neues Jahr, neue gelesenen Bücher, neue Rezensionen!

Heute habe ich euch wieder neue Buchtipps mitgebracht, mit einem besonders tollen fängt es direkt an, aber auch danach gibt es für Kinder und Erwachsene einiges zu entdecken, sogar ein Hörbuch ist heute mit dabei! Viel Spaß beim Stöbern!

Penrose hat es sich schon mal mit den aktuellen Büchern gemütlich gemacht…

Wir beginnen einfach mal unserem Monatsfavoritem, nach einer Idee aus diesem Buch haben wir sogar schon ein Video veröffentlicht – schaut gerne hier vorbei!

Mit einem Klick auf das Bild geht es zum Video!

Um was geht es? Spannende Bastelprojekte, die sich alle rund um die Begreifbarkeit von mathematischen Themen drehen. Das Buch widmet sich in erster Linie an Grundschulkinder und etwas älteren – Kinder bis 15 Jahren sollten an dem Buch sicherlich viel Spaß haben.
Das Buch wurde in 3 größere Kapitel unterteilt – Zahlen, Formen und Messungen – und in jedem dieser Kapitel finden sich die verschiedensten Ideen für kleinere Projekte. Das meiste sind Basteleien, die man sehr leicht und schnell umsetzen kann, ein paar größere sind auch dabei und auch ein paar Rezepte gibt es. Die Auswahl ist sehr vielfältig und das Buch motiviert schon durch sein buntes Aussehen sehr, immer wieder darin zu blättern. Die 30 Projekte werden alle sehr ausführlich mit Schritt-für-Schritt-Bildern vorgestellt, eine Übersicht am Anfang zeigt, was man für Material braucht und immer gibt es einen kleinen Kasten, in dem kurz und knapp beschrieben wird, welche Mathematik sich hier verbirgt. Das Buch legt aber einen eindeutigen Schwerpunkt auf das Basteln, die „Mathe im Projekt“-Kästen geben nur grobe Ideen.

Blick ins Buch // Quelle: Verlagshomepage

Der Favorit beim Forschermädchen war der Schnapper zum Einmaleins üben, wir haben uns nach der gleichen Idee auch noch ein Rätsel über geometrische Körper ausgedacht. Aber auch die symmetrischen Bilder wurden schon ausprobiert, eine neue Art des Kordelwebens steht schon oben auf der Wunschliste und eine neue Technik, das Penrose Dreieck zu zeichnen, hat nicht nur Penrose gefreut, sondern wir wollen es ebenfalls bald ausprobieren.
Unser Fazit: Das Buch ist sehr schön gestaltet, die Projekte sind super ausgewählt und es macht Spaß, im Buch zu blättern. Der Schwerpunkt liegt auf den Basteleien, aber man bekommt durch die kleinen Kästen auch immer eine Idee, zu welchem Mathethema man diese gut einsetzen kann. Sehr empfehlenswert für zu Hause oder auch für die Schule!

Auf das Buch „Die unwiderstehliche Anziehung der Schwerkraft“ von Luciano Rezzolla habe ich mich schon länger gefreut und so war ich gespannt, wie es tatsächlich sein würde. Das zentrale Thema des Buches ist die Schwerkraft in all ihren Facetten!
Die Schwerkraft begleitet uns alle jeden Moment unseres Lebens und trotzdem ist sie etwas, was wir bis heute nicht komplett verstanden haben. Rezzolla nimmt sich diesem Phänomen an und erklärt in seinem Buch die wichtigsten Ideen und Forschungsergebnisse rund um die Schwerkraft allgemein, ausführlich einiges rund um die Themen Raumzeit und ihre Krümmung und schließlich um Neutronensterne, Schwarze Löcher, Gravitationswellen und natürlich dazu, wie das berühmte Bild des Schwarzes Lochs M87* eigentlich entstanden ist. Begleitet wird der Text von zahlreichen Graphiken und sogar ein paar Gleichungen, einige davon sind klassische Gleichungen mit Variablen, einige stellen direkt die jeweiligen Begriffe in eine Relation, was es für eine allgemeinere Leserschaft wahrscheinlich noch verständlicher macht. Das alles ist gut gelungen, man merkt, dass der Autor sehr viel Wissen zu seinem Thema hat (er ist immerhin auch Professur für theoretische Astrophysik…), aber auch, dass er Spaß daran hat, dieses Wissen anderen zu vermitteln. Die Zitation von Formeln im Text führt immer mal wieder zu Nachblättern, aber gleichzeitig fällt mir auch nicht ein, wie man das hätte besser lösen können. Insofern freue ich mich vor allem darüber, dass es hier überhaupt so konkret wird, dass es auch ein paar Gleichungen gibt.
Ihr kennt ja schon unseren „Penrose-Test“ bei Büchern dieser Art und ich dachte, dieses Buch müsste ihn mit Leichtigkeit bestehen. Etwas irritiert war ich dann doch, dass selbst im Kontext der Singularität im Zentrum eines Schwarzen Lochs Penrose nicht auftauchte. (Etwas später wird er einmal kurz erwähnt.)
Mein Fazit: Ein spannendes Buch, was komplexe, theoretische Ideen an vielen Stellen sehr anschaulich vorstellt. Die Gedankenexperimente, die Rezzolla gerne zur Veranschaulichung benutzt, sind sehr gut nachvollziehbar und verdeutlichen die Theorie zusätzlich. Sehr lesenswert für alle, die sich mehr mit der Schwerkraft und ihren Extremfällen beschäftigen wollen.
Das Buch von Heino Falcke, der ebenfalls über die Entstehung des berühmten Fotos des Schwarzen Lochs schreibt, „Licht im Dunkeln“ habe ich euch bereits HIER und HIER vorgestellt.

Das nächste, was ich euch mitgebracht habe, ist ein Hörbuch und zwar das passende zum Buch „Das Zeitalter der Unschärfe“. Das Buch hatte ich euch bereits vorgestellt (HIER geht es zur Rezension) und nach wie vor bin ich der Meinung, dass es eines der spannendsten und insgesamt besten war, die ich im vergangenen Jahr gelesen habe!
Wer sich bei der Rezension dachte: „Würde ich gern lesen, aber ich habe doch keine Zeit!“ hat mit diesem Hörbuch die Chance, sich das Buch einmal komplett und ungekürzt vorlesen zu lassen. Es liest Frank Arnold, den ich vorher nicht kannte, der aber eine sehr angenehme und unaufgeregte Stimme hat.
Mein Fazit: Ich war und bin begeistert vom Buch und auch das passende Hörbuch gefällt mir sehr!

Bleiben wir gleich bei Einstein – denn der spielt im obigen Hörbuch neben anderen eine größere Rolle. Dieses Mal habe ich euch ein Kinderbuch mitgebracht, was sich der „fantastischen Reise einer Maus durch Raum und Zeit“ widmet.
Das Buch ist Teil einer Reihe von Tobias Kuhlmann, den Teil über Armstrong kannten wir schon und so waren wir sehr gespannt, als wir sahen, dass es auch einen über Einstein gibt. Im Buch wird die Geschichte einer kleinen Maus erzählt, die zu spät zu einem Käsefestival kommt, auf das sie sich sehr gefreut hatte. Traurig darüber, versucht sie einen Weg zu finden, die Zeit zurückzudrehen und entdeckt schließlich ein Buch von Albert Einstein. Nachdem sie sich durch das Werk gearbeitet hat, entdeckt sie des Rätsels Lösung zum Bau einer Zeitmaschine in Einsteins Arbeit, baut eine Zeitmaschine und reist in das Jahre 1905. Dort hilft sie erst Einstein, seine berühmten Aufsätze über die Relativitätstheorie zu schreiben, indem sie ihm jeden Tag kleine Rätsel zukommen lässt. Als dies erledigt ist, setzt sie sich wieder in die Zeitmaschine, reist zum Käsefestival und damit endet die Geschichte.
Neben der Geschichte ist das Buch reich bebildert, es gibt zahlreiche auch großformatige Zeichnungen und diese sind wirklich sehr gelungen und haben eine tolle Mischung aus ganz offensichtlich gezeichnet sein, aber trotzdem naturalistisch wirkend. Gerade die Maus wirkt sehr lieb und lebendig.
Als Abschluss gibt es noch einige Seiten über Albert Einsteins tatsächliche Arbeit.
Unser Fazit: Was uns sehr gut an dem Buch gefällt, ist die grundlegende Thematik und de Zeichnungen! Die Geschichte hätte für uns gern an ein paar Stellen noch ausführlicher erzählt werden können, weil wir beim Lesen manchmal das Gefühl hatten, wir hätten eine Seite übersprungen. Und was insbesondere das Forschermädchen sehr gestört hat, ist die Tatsache, dass man in Einsteins Arbeit zwar viel spannendes über die Zeit lernen kann, aber nicht, wie man eine Zeitmaschine baut mit der man in die Vergangenheit reist… Insgesamt ein nettes Buch, was man sich sehr gut anschauen kann, aber die Kombination aus der realen Figur Einstein und der zu fiktiven Zeitreisemaus, passte für uns nicht perfekt.

Das nächste Buch, was ich für heute dabei habe, ist ein Gemeinschaftswerk mit Beiträgen von Abigail Beall, Philip Eales, Colin Stuart, John Farndon, Giles Sparrow. Sie alle erklären im Buch „Weltall einfach erklärt“ aus der #dkinfografik – Reihe die unterschiedlichsten Aspekte rund um das Oberthema.
Das Buch ist in fünf Kapitel unterteilt: Blick ins Weltall, Das Sonnensystem, Sterne, Galaxien & das Universum und Raumfahrt. Jedes dieser Kapitel ist wiederum in viele unterschiedliche Abschnitte geteilt, die jeweils auf einer Doppelseite das entsprechende Thema vorstellen. Zentral dabei sind immer große Graphiken, meist eine große und mehrere kleine drumherum. Die Bilder sind beschriftet, sodass man hier auf einen Blog sieht, worum es konkret geht. Kleinere Textbausteine oder Boxen erklären dann die Bilder zusätzlich. Der Vorteil – aus meiner Sicht – ist bei diesem Vorgehen, dass man auf einen Blick direkt ein Gefühl für ein Thema bekommt oder auch einfach neugierig wird. Natürlich darf man bei solch einem Buch nicht erwarten, dass man die Aspekte wirklich tiefgehend erklärt bekommt, aber das finde ich gar nicht schlimm. Was mir ebenfalls aufgefallen ist, ist der Verzicht auf berühmte Menschen im Buch. Immer steht hier das Thema für sich, es ist nicht einmal in den Texten erwähnt, mit wem bestimmte Entdeckungen verknüpft sind. Das ist sehr interessant, da es hier komplett durchgezogen wurde, gefällt es mir gar nicht schlecht – auch wenn es etwas ungewohnt ist.

Blick ins Buch // Quelle: Verlagshomepage

Mein Fazit: Wir schon die anderen beiden Ausgaben der Reihe, die ich kenne, gefällt mir die Weltall – Ausgabe sehr gut. Ich mag die Kombination aus übersichtlichen Graphiken, kurzen Texten und vielfältigen Themen sehr gern. Das Buch ist übersichtlich und informativ, man nimmt es immer mal wieder gerne zur Hand und kann es auch in beliebiger Reihenfolge lesen.
Aus der gleichen Reihe vorgestellt habe ich euch schon: Naturwissenschaften und Das menschliche Gehirn.

Gerade Ende letzten Jahres hatte ich euch vom Nobelpreis für die Erforschung komplexer Systeme erzählt, wer mehr zu der Thematik (nicht zur Forschung von Hasselmann und Co konkret, sondern allgemein) erfahren möchte, für den habe ich heute ein passendes Buch dabei…
Dirk Brockmann hat sich in den letzten beiden Jahren einen allgemein bekannten Namen gemacht durch seine Modellierungen rund um die Ausbreitung von Covid. Brockmann ist Professor am Institut für Biologie der Berliner Humboldt-Universität. Ursprünglich studierte er theoretische Physik und Mathematik, beschäftigt sich aber schon lange mit interdisziplinären Fragen. Die Natur lässt sich oft eben nicht einfach in abgegrenzte Bereiche einteilen und ein Blick über den Tellerrand ist meist sinnvoll.
So stellt uns Brockmann in seinem Buch zahlreiche Beispiele vor, die Aspekte wie Komplexität an sich, Kipppunkte, Kritikalität, Kooperation oder Kollektives Verhalten zusammenspielen und konkret zu verstehen sind. Toll am Buch ist vor allem die recht einfache und anschauliche Sprache mit der er es schafft, abstrakte Begriffe begreifbar zu machen. Hier können – meiner Meinung nach – wirklich auch Menschen vieles rausziehen, die sich mit der Thematik vorher nicht berschäftigt haben.
Mein Fazit: Das Buch bietet eine spannende Übersicht über die Komplexitätsforschung. Dank zahlreicher, anschaulicher Beispiele ist das Buch leicht verständlich und bietet trotzdem weitreichende Einsichten. Um die aktuellen Probleme auf der Welt zu verstehen und vielleicht sogar zu lesen, ist ein Blick über den Tellerrand entscheidend, auch dafür plädiert Brockmann eindrücklich!

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Das Buch „Das super Labor – Mathe“ umfasst 160 Seiten, kostet 16,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Die unwiderstehliche Anziehung der Schwerkraft“ von Luciano Rezzolla umfasst rund 270 Seiten, kostet 24 Euro und erschien bei C.H.Beck. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Hörbuch „Das Zeitalter der Unschärfe“, gelesen von Frank Arnold, nach dem Buch von Tobias Hürter umfasst fast 13 Stunden, kostet 25 Euro und erschien bei Randomhouse audio. Das Hörbuch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Einstein“ von Tobias Kuhlmann umfasst 128 Seiten, kostet 22 Euro und erschien im Nord Süd Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Weltall einfach erklärt“ umfasst 224 Seiten, kostet 19,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Im Wald vor lauter Bäumen“ von Dirk Brockmann umfasst 232 Seiten, kostet 22 Euro und erschien im dtv Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar!

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