Rezensionen

Was ich im Dezember gelesen habe…

Ein frohes neues Jahr wünsche ich euch!

Auch im Dezember habe ich ein paar Bücher gelesen – allerdings ehrlich gesagt nicht besonders viele, deswegen wird das heute eine eher überschaubare Sammlung werden. Trotzdem sind die drei Bücher allesamt sehr empfehlenswert, also viel Spaß beim Stöbern!

Und frei nach dem Motto „Wer will noch mal, wer hat noch nicht“, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr für meinen Blog bei der Abstimmung zum Wissenschaftsblog des Jahres 2021 abstimmen würdet! Für die Abstimmung braucht ihr euch nirgends anmelden, einfach nur auf DIESE SEITE gehen, beim entsprechenden Kästchen weiter unten einen Haken setzen und abstimmen. Fertig. Vielen Dank dafür!

Penrose präsentiert unsere heutige Bücherauswahl

Das erste Buch, was ich euch vorstellen möchte, ist eine Biographie über Stephen Hawking. Es ist ja kein Geheimnis, dass ich mich viel mit dem Leben und der Forschung von Roger Penrose beschäftige und da Hawking und Penrose einige Arbeiten gemeinsam veröffentlicht haben und befreundet waren, spielt Hawking natürlich auch immer wieder eine Rolle dabei. Hawking ist vielen Menschen mehr als eine Art Ikone des reinen Wissenschaftlers, unfähig sich körperlich zu bewegen, dafür im Stande, im Geiste die weitesten Reisen zu unternehmen, bekannt. Das ist sicherlich ein Teil von ihm gewesen, aber wenn man den Menschen Hawking darauf reduziert, ignoriert man zahlreiche andere Aspekte.
Charles Seife hat sich zur Aufgabe gesetzt, möglichst viele Aspekte dieses Lebens aufzuarbeiten und herausgekommen ist ein sehr lesenswertes Buch. Interessant fand ich die Idee, die einzelnen Kapitel anti-chronologisch anzuordnen, dadurch liest man auch immer mal wieder doppelt über Dinge. Das ist vielleicht nicht mein favorisiertes Vorgehen, aber es hebt das Buch von anderen ab. Abgesehen davon überzeugt mich sehr, wie viele Quellen der Autor benutzt hat und wie er selbst immer wieder auch auf Widersprüche eingeht, die sich aus der öffentlichen Sicht und inneren Erzählungen ergeben. Spannend ist zum Beispiel im Kapitel über die Entstehung von Hawkings berühmtesten Buches, dass Seife unterschiedliche Versionen von zahlreichen Passagen verglichen hat.
Mein Fazit: In meinen Augen eine sehr ausführliche, gut recherchierte Biographie über einen spannenden Menschen und besonderen Wissenschaftler. Das Buch wird den Widersprüchen gerecht, die Hawking in sich vereinte, ohne dabei rührselig oder (im Gegensatz dazu) respektlos zu werden. Ein astrophysikalisches Grundverständnis hilft bei der Lektüre, denn so versteht man die Passagen über Hawkings Forschung naturgemäß sehr viel besser, ist aber nicht absolut notwendig.

Das nächste Buch trägt den Titel „Die Geheimnisse des Universums in 21 Sternen“. Giles Sparrow nimmt uns dabei auf eine Reise mit, die uns quer durch den Weltraum führt. Wir besuchen dabei natürlich unsere Sonne, aber auch zahlreiche andere Sterne. Jeder dieser Sterne wurde ausgewählt, weil anhand von ihm eine Besonderheit oder eine historische Entdeckung erklärt werden soll.
Behandelt werden dabei Themen wie Sternenentstehung, Spektrallinien, Rote Riesen, Weiße Zwerge, natürlich Schwarze Löcher und einiges mehr. Die Auswahl ist vielfältig und schaut die klassischen Themen an, die man in solch einem Buch erwartet. Zu Beginn jedes Kapitels findet man außerdem eine hilfreiche Zeichnung, wo man den jeweiligen Stern findet – inklusive Hinweisen, welche Ausrüstung man gut gebrauchen könnte, um beispielsweise Nebel in der Nähe sehen zu können. Gerade diese Zeichnungen und Hinweise machen die Sterne noch greifbarer.
Mein Fazit: Das Buch ist kurzweilig geschrieben, man muss keine große Vorbildung mitbringen, um etwas mitzunehmen. Besonders gut gefiel mir die Kombination aus Hinweisen, wo man konkrete Himmelsobjekte sehen kann und den allgemeinen astronomischen Themen. Ein gutes Einsteigerbuch für Interessierte!
Das Buch hat mich etwas an „Eine Geschichte des Universums in 100 Sternen“ von Florian Freistetter erinnert. Das Buch von Sparrow verfolgt einen ganz ähnlichen Ansatz, behandelt die einzelnen Sterne aber noch etwas ausführlicher.

Bleiben wir gleich im Weltraum, gehen wir aber nicht ganz so weit von der Erde weg… In seinem neuen Buch wirft Dirk Lorenzen einen Blick auf den aktuell neu auflebenden Wettlauf ins All. Wo stehen wir? Was sind eigentlich die Pläne und Ziele? Wer spielt bei diesem Wettlauf die wichtigsten Rollen? Von wo und wem wird wohl zukünftig geflogen werden? Und warum ist Raumfahrt eigentlich interessant und wichtig? All das sind Fragen, die in diesem Buch eine wichtige Rolle spielen! Unterlegt werden die Antworten mit zahlreichen Fotografien von vergangenen Flügen und Zeichnungen von Plänen, Raumschiffen und ähnlichem.
Aber nicht nur potentielle Flüge mit neuen (oder alten) Raumschiffen zu Mond, Mars und ISS werden im Buch thematisiert, sondern insbesondere auch die zahlreichen und immer mehr werdenden Satelliten rund um die Erde und die Chancen, aber auch Risiken, die damit verbunden sind. Satelliten liefern uns beispielsweise wichtige Daten über den Klimawandel, ermöglichen uns GPS und Internet, auf der anderen Seite haben wir inzwischen nicht nur auf, sondern auch über der Erde ein ernsthaftes Müllproblem.
Mein Fazit: In meinen Augen ist hier ein spannendes und sehr gut gelungendes Übersichtsbuch gelungen. Behandelt werden die verschiedensten Themen rund um die Raumfahrt, die spannenden tollen, genauso wie die bedenklichen. Die zahlreichen Bilder lockern das Buch zusätzlich auf und motiviert noch zusätzlich, einfach immer mal wieder im Buch zu blättern und hier und dort kleinere Abschnitte zu lesen.

Und nicht vergessen: Gerne fleißig mit abstimmen für die Auszeichnung „Wissenschaftsblog des Jahres 2021“! Mit einem Klick auf das Logo geht es zur Abstimmung oder direkt HIER:

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Das Buch „Stephen Hawking“ von Charles Seife umfasst 482 Seiten, kostet 28 Euro und erschien bei C.H.Beck. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Die Geheimnisse des Universums in 21 Sternen“ von Giles Sparrow umfasst 344 Seiten, kostet 26 Euro und erschien im Kosmos Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Der neue Wettlauf ins All“ von Dirk Lorenzen umfasst 208 Seiten, kostet 25 Euro und erschien im Kosmos Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar!

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