Allgemein, Rezensionen

Was ich im April gelesen habe…

Dieser Monat stand wieder ganz im Zeichen von #socialdistancing und damit auch viel Zeit zu Hause. Trotzdem (oder gerade deswegen) bin ich nicht wirklich dazu gekommen, viele Bücher für Erwachsene zu lesen.

Penrose präsentiert die Bücher, die ich euch heute vorstellen möchte!

In den letzten Tagen kam hier nach und nach ein riesiger Stapel mit tollen Kinder-Sachbüchern an. Perfekt, um neugierige Kinder zu beschäftigen! Einen Teil davon werde ich euch heute schon zeigen, einen weiteren stelle ich euch im Laufe des Monats vor.

Wie geht es euch gerade? Lest ihr mehr? Oder seid ihr voll mit Job und / oder Kindern ausgelastet?

Im ersten Buch dreht sich alles um Nervenerkrankungen und darum, wie das Nervensystem unser Leben bestimmt. Das Buch beginnt mit einer kurzen Einführung darüber, wie das Gehirn aufgebaut ist und funktioniert. Außerdem gibt es insgesamt 8 Kapitel, die sich jeweils einem Thema, also einer Krankheit, widmen. Hier wird anhand eines Beispielpatienten der Weg von der Einlieferung ins Krankenhaus, über die Diagnosesuche, über Therapie und Prognose beschrieben. Zwischendurch wird dann immer wieder genaueres zur Krankheit an sich eingeschoben, auch darüber, wie viele davon betroffen sind, was es für Komplikationen oder auch Risikofaktoren gibt. Das letzte Kapitel beantwortet dann die Frage, wie Neurologen eigentlich arbeiten.
Für wen ist das Buch geeignet? Natürlich für alle, die sich näher mit der Neurologie und konkreten Krankheitsbildern beschäftigen wollen. Aber auch für Menschen, die beispielsweise gerade selbst eine entsprechende Diagnose bekommen haben oder jemanden kennen und besser verstehen wollen, was das jetzt bedeutet.
Mein Fazit: Das Buch ist gut geschrieben, die Sprach ist klar und verständlich. Immer wieder werden auch „echte“ Fachbegriffe benutzt, aber sie werden auch direkt erklärt und so wird man nicht allein gelassen, sondern das Buch hilft dabei, die Arztsprache zu „entschlüsseln“. Aus meiner Sicht ist das gut gelungen.

Als nächstes habe ich ein Buch, bei dem ich direkt sagen möchte, dass es nicht zu meinen Lieblingen zählt. Aber es ist gut recherchiert und ich denke, dass auch viele den Schreibstil mögen könnten, deswegen zeige ich es euch trotzdem.
Bei wissenschaftlichen Büchern, die mit religiösen Titel überschrieben sind, bin ich immer direkt vorsichtig. Als mir „Genesis“ zugeschickt wurde, ging es mir genauso. Das Buch beschäftigt sich mit der Kosmologie, also der Entstehung des Universums – aus wissenschaftlicher Sicht betrachtet. Der Autor Guido Tonelli ist Experimentalphysiker am CERN und war dort auch an der Entdeckung des Higgs-Bosons beteiligt. In seinem Buch skizziert er also das, was wir über den Urknall, über die Bildung von Masse, schließlich der Planeten etc. wissen. Der Stil ist sehr „plaudern“, mir persönlich oft zu langatmig. Ich mag es, wenn Autoren schneller auf den Punkt kommen und auch Kapitel nicht zu „blumig“ betiteln.
Mein Fazit: Der Schreibstil ist nicht meins, den Titel hätte ich anders gewählt. Ansonsten ist das Buch gut recherchiert und leicht zu lesen. Wer also ein leicht zu lesendes Buch über Kosmologie für die aktuellen Tage sucht, der kann sich dieses hier mal genauer anschauen.

SInd bei euch Roboter auch so hoch im Kurs? Das Forschermädchen liebt alles, was mit Robotern zu tun hat, als sie Pepper im Februar treffen durfte, war das ein riesiges Highlight und so wird hier alles gesammelt, was damit zu tun hat. Besonders angetan hat uns beiden dieses Buch über Roboter. Zuerst haben wir es in der örtlichen Bücherei entdeckt, aber es war schnell klar, dass es hier auch fest einziehen musste.

Auf Doppelseiten wird jeweils ein Robotertyp vorgestellt. Hier am Beispiel von Pepper.

Der Hauptteil des Buches stellt die verschiedensten Roboter vor: So ist jedem eine Seite gewidmet und man erfährt viel über die Aufgaben, den Aufbau und die speziellen Eigenschaften des jeweiligen Bots. Eine übersichtliche Einordung an der Oberseite der Seite zeigt einem dazu grundlegende Daten wie Hersteller, Entwicklungsjahr, Herkunftsland, Gewicht, Größe und Energiequelle. Zwischendurch gibt es dann immer wieder Doppelseiten zu Themenübersichten wie „Wie arbeiten Roboter“, „Geschichte der Roboter“, „Höhere Intelligenz“, „Reaktion auf Daten“ oder ähnliches. Jede Seite ist sehr reichhaltig bebildert, man erfährt in Texten aber zusätzlich noch viel. Deswegen ist das Buch genauso für Kinder, wie für Erwachsene geeignet.
Mein Fazit: Wir nehmen das Buch sehr gerne zur Hand, blättern darin, vergleichen Roboter und schauen uns an, wie viele verschiedene Herangehensweisen und EInsatzbereiche es gibt. Das Buch ist in diesem Sinne eher ein Übersichtsbuch über die verschiedensten Arten von Robotern, es ist kein Theoriebuch oder geht wirklich ins Detail. Gerade für diese Übersicht mögen wir es aber gern!

Das nächste Buch haben wir das erste Mal im Science Centre in Dundee gesehen und waren direkt sehr begeister. Allerdings wollte ich das Buch nicht für die restliche Reise mit mir herumschleppen, deswegen blieb es im Laden. Nun hat das Thema Mikroben – insbesondere natürlich Viren – im Moment ja extrem an Aktuallität gewonnen und da das Buch inzwischen auch auf Deutsch erschien, war es die perfekte Gelegenheit, dass ich es euch vorstellen kann.


Der deutsche Titel ist etwas verwirrend, der Untertitel schon genauer: Denn in diesem Buch geht es nicht nur um Bakterien, sondern um Mikroben. Zu Anfang des Buches wird deswegen ersteinmal erklärte, was eigentlich eine Mikrobe ist, wie groß sie sind und was Bakterien und Viren voneinander unterscheidet. Auch dieses Buch besticht durch sehr viele Bilder und Graphiken, anhand derer alles erklärt wird.
Mein Fazit: Aktueller kann solch ein Buch wohl kaum sein. Mikroben sind nicht alle böse oder schlecht für uns, viele sind sogar sehr wichtig. Genau deswegen ist es so wichtig, dass man die Zusammenhänge und Unterschiede kennt. Das aktuelle Interesse an Viren kann man wunderbar zum Anlass dafür nehmen.
Übrigens: Ein anderes, sehr lesenswertes Buch zu dem Thema hatte ich euch bereits hier vorgestellt: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Türklinke.

EIn Grund, weswegen ich selbst auch gerne zu Büchern greife, die eigentlich für Kinder gedacht sind, sind die guten Graphiken, die viel verdeutlichen, was man als Zahlen nicht so richtig greifen kann. Inzwischen gibt es auch ähnliche Bücher für Erwachsene, die einen sehr ähnlichen Aufbau mit noch mehr Informationen kombinieren. Perfekt! Genau solch ein Buch habe ich hier noch für euch…
Das Buch fängt ganz „vorne“ an: Bei der Materie, Aggregatzuständen und Elementen. Anschließend folgen Kapitel über Energie & Kräfte, Leben, Weltraum und über die Erde. Dabei wird jedem Thema des Kapitels eine Doppelseite gewidmet. Dort gibt es viele Informationen aufbereitet, mit hilfreichen Graphiken, Skalen, Bildern und kleinen Texten. Jeder Textabschnitt ist recht kurz, bietet aber einen guten Überblick.


Das Buch ist für alle toll, die sich irgendwie für Naturwissenschaften interessieren. Uch für den Schulunterricht ist das Buch sicherlich hilfreich – dadurch, dass Informationen nicht hinter Bergen von Text versteckt werden, kann man die Kerninformationen gut begreifen. Ein gelungenes Beispiel, dass man Fakten eben besonders gut begriffen haben muss, um sie einfach darzustellen. Hinter komplizierten Texten kann man sich viel leichter verstecken, wenn es einem selbst gar nicht so klar ist, wie man gern hätte.
Mein Fazit: Sehr gut gemacht, das Buch wirkt spannend und man nimmt es immer wieder gern zur Hand. Entweder, wenn man etwas konkret nachschlagen möchte, oder aber auch, um darin zu stöbern.

Pflanzt ihr im Moment auch Gemüse oder Blumen? Wir haben zwar keinen Garten, sondern nur einen kleinen Balkon, aber man kann selbst dort erstaunlich viel anpflanzen. Das nächste Buch beschäftigt sich auch genau mit diesem Thema: Wie wachsen Pflanzen? Wie funktioniert Bestäubung? Wie werden Mehl und Schokolade hergestellt? Wo wächst eigentlich Reis? Und welche Samen kann man direkt essen?


Die Seiten sind voller Bilder und auch dieses Buch folgt dem Prinzip des Erklärens anhand von Zeichnungen. Bei uns kam aktuell zum Beispiel sehr gut die Seite über Tomaten an, weil das Forschermädchen Tomatenpflänzchen (am Computer) von ihrem Opa sah und wir ein paar Tage später selbst welche anpflanzten. So kann man im Buch direkt nachvollziehen, wie eine Tomate wächst, was für einen Standort sie besonders mag und was es für unterschiedliche Sorten gibt.
Mein Fazit: Ein schönes Buch für Kinder, die sich gern mit Pflanzen beschäftigen und wissen möchten, wie unser Essen entsteht. Super auch als „Lückenfüller“ oder Vorbereitung, während man auf seine selbstangebauten Pflanzen wartet. Gut gefiel mir die Vielfalt der Pflanzen: Sowohl heimische, die Kinder teilweise sicher aus dem Garten / Balkon kennen, als auch exotischere, von denen man nur das fertige Produkt kennt, werden behandelt.

Und zum Abschluss habe ich noch ein Buch für euch, was ein wenig in die gleiche Richtung geht: In ihm werden alltägliche Dinge und Abläufe erklärt. Hier werden Fragen beantwortet wie: Wie wird Papier hergestellt? Wie funktioniert Telefonieren? Wie kommt die Post zu uns? Und vieles mehr… Die Lieblingsreise des Forschermädchens war: „Wie kommt das Gepäck ins Flugzeug?“

Blick ins Buch: Wie entsteht eigentlich ein Buch?

Jedem Thema wurde eine Doppelseite gewidmet, die voller Bilder ist. Lauter kleine Zeichnungen verdeutlichen die jeweilige Reise. Zur besseren Übersicht gibt es viele kleine Texthappen, die durchnummeriert wurden, damit man den Überblick nicht verliert. So können auch Leseanfänger toll in dem Buch lesen und werden nicht von Text erschlagen. Gleichzeitig sind die Themen gleichzeitig sehr gut fassbar, weil es lauter Alltagssituationen oder -gegenstände sind, die behandelt werden. Es geht um Abläufe, die jeden Tag zig Mal ablaufen, aber normalerweise eben ohne, dass wir sie mitbekommen.
Mein Fazit: Alltägliche Dinge, leicht und auf den Punkt gebracht erklärt. Wer schon lange selbst wissen wollte, wie das mit dem Internet, Telefonieren, der Wasseraufbereitung oder dem Weg der Milch von der Kuh in den Supermarkt funktioniert, der ist mit diesem Buch sehr gut beraten. Uns gefiel die Auswahl der Themen sehr gut, die Zeichnungen sind ansprechend und die Texte gut verständlich, aber auch nicht zu kindlich – dadurch haben auch größere Kinder sicherlich viel Spaß mit dem Buch.

 

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Das Buch „Reine Nervensache“ von Armin Grau umfasst 236 Seiten, kostet 18,95 Euro und erschien bei C-H-Beck. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Das Buch „Genesis“ von Guido Tonelli umfasst 220 Seiten, kostet 22 Euro und erschien bei C.H.Beck. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Das Buch „Roboter“ umfasst 160 Seiten, kostet 16,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Superstarke Bakterien“ umfasst 72 Seiten, kostet 12,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Das Buch „Naturwissenschaften“ umfasst 255 Seiten, kostet 19,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Das Buch „So wächst unser Essen!“ von Emily Bone und Sally Elford umfasst 32 Seiten, kostet 12,95 Euro und erschien im Usborne Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Das Buch „Wie kommt die Milch in die Tüte?“ von Libby Deutsch umfasst 46 Seiten, kostet 12,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

4 Gedanken zu „Was ich im April gelesen habe…“

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