Allgemein, Rezensionen

Was wir in letzter Zeit gelesen haben… {Rezensionen}

Nachdem ich für den August einfach mal eine kleine Blogpause eingelegt habe, soll es jetzt natürlich hier weitergehen! Wir starten einfach mal zurück mit einem Rezensionsartikel, denn pünktlich ab Mitte August trudeln hier lauter Neuerscheinungen ein und davon möchte ich auch wieder ein paar vorstellen!

Eine Übersicht über die heutige Bücherauswahl

Das Buch, was ich euch als erstes zeigen möchte, hätte ich wahrscheinlich als Kind großartig gefunden! In „Unsere Welt in Zahlen“ hat der Autor jede Menge Random Facts zusammengetragen.
Aufgeteilt ist das Buch in sechs Kapitel und jeweils eine Doppelseite widmet sich einem konkreten Thema. Zusätzlich gibt es einige Seiten mit den „Top 10“ der größten Startraketen, schwersten Landtiere, höchsten Brücken und ähnlichem. Das Buch besteht in erster Linie aus zahlreichen, kurz dargestellten Fakten. Keine großen Erklärungen, kein Kontext, einfach nur viele Random Facts. Wer genauere Infos möchte, schaut danach in ein anderes Buch, aber dieses hier ist perfekt zum Blättern, Lesen und spannende Fakten staunen!

Blick ins Buch // Quelle: Verlagshomepage

In der Mitte jeder Seite gibt es ein großes Bild, meist ein Foto, dazwischen noch kleinere Graphiken, die die Texte auflockern.
Gut finde ich übrigens auch den Hinweis direkt unter dem Inhaltsverzeichnis, dass sich Zahlen schnell ändern und alle Fakten zum Zeitpunkt des Drucks korrekt waren, aber eben auch schnell nicht mehr aktuell sein können.
Unser Fazit: Ein typisches Buch, was man immer wieder gern zur Hand nimmt und darin blättert und da es so viele, kurze Texte darin gibt, findet man auch immer wieder etwas Neues. Man kann es übrigens auch super nehmen, um Fragen für ein Spiel zu schreiben! Die großen Bilder hätten für uns auch etwas kleiner sein dürfen, aber insgesamt ein super Buch!

Weiter geht es mit einem neuen Titel aus einer Reihe, die ich euch bereits ein paar Mal vorgestellt habe! Dieses Mal dreht sich das Buch rund um unseren superstarken Körper!
Die Idee ist recht einfach: Doppelseiten werden jeweils einem konkreten Thema rund um den menschlichen Körper gewidmet und auf diesen erfahren wir jede Menge verschiedenes dazu. Soweit so „normal“. Diese Reihe schafft es aber, mit großen Graphiken Kinder (und Erwachsene) zu begeistern und ein teils recht abstraktes Thema fassbar zu machen. Die Texte sind relativ kurz und recht groß geschrieben und das Buch richtet sich tendenziell an Kinder im Grundschulalter. Im Buch tauchen immer wieder ein kleines Gehirn, eine Blutzelle, ein Muskelstrang und ein paar Freunde auf, die alle mit Augen und Armen versehen sind und leicht comichafte Gestalten sind, die über die Seiten huschen und manchmal noch durch eine Sprechblase einen Kommentar abgeben. Sie lockern das Buch nochmal auf und es ist ganz witzig, sie auf den Seiten zu suchen.
Unser Fazit: Das Buch bringt Kindern spielerisch und mit vielen Graphiken einige Aspekte des menschlichen Körpers nahe. Ein Glossar am Ende erklärt benutzte Fachbegriffe, wobei die Texte an sich schon gut verständlich sind. Sie sind leicht zu lesen, „verkindlichen“ die Fakten aber auch nicht bis zur Unkenntlichkeit, was wir sehr zu schätzen wissen! Insgesamt sehr empfehlenswert!
Aus der Reihe bereits vorgestellt hatte ich: Superschlaue Gene, Superschlaues Gehirn & Superstarke Bakterien.

Was wisst ihr eigentlich über Neandertaler?
Sie waren primitive Vorfahren des „modernen Menschen“, recht dumm, in Höhlen sitzend, Mammut jagend in Eis und Schnee und viel mehr hatten sie nicht drauf und wurden deswegen auch sehr schnell vom klugen Homo sapiens verdrängt? Das ist natürlich ein bisschen überspitzt dargestellt, aber insgesamt kann man den Eindruck bekommen, dass viele Menschen so ein oder ähnliches Bild von den Neandertalern haben und dass dieses Bild extrem weit von den Tatsachen und dem aktuellen Forschungsstand entfernt ist, zeigt Rebecca Wragg Sykes eindrucksvoll in ihrem Buch!
Neandertaler werden hier anhand vieler Fundstellen und dem aktuellen Forschungsstand vorgestellt und dabei merkt man, was für vielfältige und kluge Menschen sie waren. Sie überlebten nicht nur mehrere Warm- und Eiszeiten auf der Erde, sondern sie passten auch ihre Jagd und allgemein Ernährung an die verschiedenen Regionen an, beherrschten und entwickelten die Kunst der Werkzeugherstellung immer weiter, konnten mit Feuer umgehen und vieles mehr.
Mein Fazit: Das Buch ist extrem umfangreich und ausführlich und man merkt, dass hier jemand schreibt, die vom Fach ist. Trotzdem kann man das Buch sehr gut lesen, auch wenn man sich selbst nicht auf diesem Kenntnisstand befindet. Wir lernen beim Lesen so viel über Neantertaler, dass man sich schon oft fragt, wie es dazu kommen konnte, dass Bild in der Allgemeinheit so extrem verschoben ist. Ich hoffe, dass das Buch von vielen Menschen gelesen wird, insbesondere von vielen Lehrerinnen und Lehrern!

Das nächste Buch ist eine echte Neuentdeckung und wir sind ziemlich begeistert und nun sehr gespannt auf die anderen Titel aus der Reihe… Aber bleiben wir bei dem Buch, was ich vor mir liegen habe: „Das ist kein Biobuch und Physik ist auch nicht drin!“ steht auf dem Cover und man vermutet richtig, wenn man denkt, dass das nur die halbe Wahrheit ist…
In diesem Buch ist die Idee, dass Phänomene aus den Naturwissenschaften spielerisch erklärt werden, je mehr malen und basteln dabei ist, desto besser! Das Konzept ist natürlich nicht neu, aber hier richtig gut umgesetzt! Das Buch ist extra so angelegt, dass es gleichzeitig eine Art Arbeitsheft ist, man also darin schreiben und malen kann und soll. So kann man das Buch auch toll mitnehmen, noch ein paar Stifte dazu, vielleicht eine Schere und fertig ist die Beschäftigung! Gezeigt werden viele verschiedene, kleine Sachen… Spiegelungen, paradoxe Zeichnungen (auch eine Art Penrose – Quadrat ist dabei), Ames Räume, aber auch so Dinge wie der Lebenszyklus eines Schmetterlings oder ein Mondphasenkalender zum selbst Ausfüllen ist dabei. Ihr seht: Die Themen sind sehr vielfältig und etwas „durcheinander“, was aber gar nicht schlimm ist, denn die Idee ist ja gerade, anhand von einfachen Beispielen und spielerisch Naturwissenschaften spannend zu machen!

Blick ins Buch // Quelle: Verlagshomepage

Sehr gut ist, dass die Vorlagen, beispielsweise für den Ames – Raum oder auch ein Skelett zum Puzzeln immer noch einmal als Vorlage hinten im Buch abgedruckt sind, sodass man nicht die Hauptseiten zerschneiden muss.
Unser Fazit: Ein wirklich tolles Buch, in dem groß und klein gerne blättern! Die Themen sind bunt durcheinander gewürfelt, was es noch spannender macht, was auf der nächsten Seite auf einen wartet. Die Zeichnungen sind ebenfalls toll und dass man die Vorlagen einmal im Haupttext zur Beschreibung und einmal ganz hinten zum Ausschneiden abgedruckt hat, zeigt, dass da jemand wirklich mitgedacht hat.

Das nächste Buch ist ebenfalls Teil einer Reihe, die ich euch schön öfter vorgestellt habe und die ich jedes Mal wieder großartig finde! Nach Astronomie, Mathematik, Physik und Wissenschaft gibt es jetzt also auch ein „Das Biologie – Buch“.
Die Bücher sind allesamt sehr umfangreich und orientieren sich meist chronologisch und stellen anhand berühmter Menschen, bzw. Entdeckungen die Geschichte und die Entwicklung des jeweiligen Fachgebiets vor. Oft wird dafür eine Doppelseite Platz benutzt, manchmal aber auch weniger oder mehr. Jeder Abschnitt hat dabei sein eigenes Bild und diese Graphiken mag ich unheimlich gerne, daneben steht eine Aussage, die sich auf das Thema bezieht und darunter noch einmal das konkrete Thema – klingt komplizierter, als es ist, schaut gerne einfach bei dieser Beispielseite:

Blick ins Buch // Quelle: Verlagshomepage

Sehr gut gefällt mir bei der Reihe auch die Einordnung in den historischen Kontext und die ganz konkreten, auf das wesentliche reduzierten Texte. Die Bücher sind sehr gut recherchiert und so umfangreich, dass man immer wieder darin lesen kann oder sie sicherlich auch für höhere Jahrgänge oder auch ganz allgemein als Nachschlagewerke sehr gut nutzen kann. Ebenfalls super: Die Aktualität! Die Bücher beginnen so früh wie möglich, ziehen den Bogen dann aber auch so weit in die Gegenwart wie möglich.
Mein Fazit: Ich bin Fan dieser Reihe und freue mich über jeden weiteren Band! Sie sind unheimlich vielfältig, gut recherchiert und die ganz eigenen Graphiken für mich das i-Tüpfelchen.

Das nächste Buch nimmt uns mit in die Arktis, aber nicht als Sachbuch, sondern eher als persönlicher Bericht. Marco Tedesco kommt ursprünglich aus Italien, ist inzwischen aber Glaziologe und Professor an der Columbia University und forscht am Goddard Institute fpr Space Studies der NASA.
Als Glaziologe unternimmt er immer wieder Reisen in die Arktis oder Antarktis und sein Buch nimmt uns mit zu einem Tag am Nordpol. Dabei geht es oft um ganz banale Dinge wie das morgendliche Anziehen, Kaffee kochen oder allgemein Essen und Fortbewegung. Aber auch mit zu seiner Arbeit nimmt er uns, wenn er beispielsweise erzählt, wie sie Eisdicken genau messen oder wie sie großes (wissenschaftliches) Glück haben und einem grönländischem See beim Auslaufen beobachten können.
Mein Fazit: Ein spannendes Buch, weil es auf ungezwungene Art den Spagat zwischen einfachen, menschlichen Erlebnissen und wissenschaftlichem Berichten schafft. Wen das „ewige Eis“ (was ja leider doch nicht ewig ist…) fasziniert und mehr darüber erfahren möchte, der wird das Buch sicherlich gerne lesen.

Weiter geht es mit einem der Bücher, die ich immer mal wieder hier einfließen lasse, auch wenn es im Kern des Blogs nicht so die Rolle spielt: Lernbücher für Kinder, die sich nicht um Naturwissenschaften drehen. Mitgebracht habe ich euch heute „Spanisch für clevere Kids“.
Das Buch ist ein Sprachlernbuch, aus der Reihe hatte ich euch schon zwei rund um Englisch vorgestellt. Da uns diese sehr gut gefielen, freuten wir uns auf die neue Ausgabe und da wir gerne spanische Musik hören, passte auch die Sprache. In diesem Fall handelt es sich um die spanische Version von „5 Wörter am Tag“. Das Konzept ist ganz einfach: Das Buch ist in Wochen und diese wiederum in 5 Tage, wovon eine eine Wiederholungsseite ist, aufgeteilt. Dabei werden die neuen Wörter anhand von Bildern „übersetzt“, sie stehen einmal geschrieben auf der Seite und es gibt Platz zum selber schreiben. Wichtig ist beim Lernen auf jeden Fall die zugehörige App. Dort werden einem die Wörter vorgesprochen, sodass man auch die Aussprache trainieren kann.

Blick ins Buch // Quelle: Verlagshomepage

Die App, der Aufbau vom Buch und auch die Graphiken gefallen uns sehr gut! Allerdings merkten wir bei dieser Ausgabe auch einen größeren Nachteil: Wenn man selbst keine Ahnung hat, was eine konkrete Vokabel bedeutet und das Bild nicht eindeutig ist, hat man ein Problem… Bei der englischen Version war das kein Problem, weil ich alle englischen Wörter kannte und sie dem Forschermädchen im Zweifel übersetzen konnte, bei der spanischen Version ist mein Wortschatz deutlich limitierter und so müssen wir zwischendurch immer wieder mal nachschlagen. Vielleicht wäre es für zukünftige Ausgaben schön, auch die deutsche Übersetzung einmal hinzuschreiben.
Unser Fazit: Wir mögen die Reihe und die Idee hinter den Büchern nach wie vor sehr gern. Allerdings hat sich bei dieser spanischen Ausgabe für uns auch gezeigt, dass das Vorgehen ein paar Nachteile hat. Außerdem gibt es hier halt wirklich nur Vokabeln, über Satzbau lernt man nichts und so hat man selbst nach einigen Wochen nicht wirklich das Gefühl, als könnte man viel sprechen. Wir hoffen, dass es bald auch „Spanisch für clevere Kids“ (ohne die 5 Wörter am Tag) gibt, denn dieses Buch in der englischen Version hat uns extrem gut gefallen und damit lernt man noch viel mehr die Sprache sprechen!
Zusammengefasst: Schön aufgebaut, die App ist gut und auch für Kinder leicht zu bedienen und man lernt einfach Vokabeln. Als Zusatz zu erstem Spanischuntericht in der Schule kann ich mir das Buch sehr gut vorstellen! Nicht ganz so hilfreich ist es leider, um mit diesem Buch allein Spanisch zu lernen.

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Das Buch „Unsere Welt in Zahlen“ von Clive Gifford umfasst 192 Seiten, kostet 19,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Superstarker Körper“ von Bipasha Choudhury umfasst 72 Seiten, kostet 12,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Der verkannte Mensch“ von Rebecca Wragg Sykes umfasst 510 Seiten, kostet 24 Euro und erschien im Goldmann Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Das ist kein Biobuch“ von Clive Gifford mit Illustrationen von Charlotte Milner umfasst rund 90 Seiten, kostet Euro und erschien im Knesebeck Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Das Biologie – Buch“ umfasst 336 Seiten, kostet 26,96 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Spanisch für clevere Kids“ umfasst 240 Seiten, kostet 16,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Der schmelzende Kontinent“ von Marco Tedesco umfasst 158 Seiten, kostet 20 Euro und erschien bei C. H. Beck. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar!

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