Astronomie, Was ist...?

Was ist… Monophosphan und was hat es mit Leben auf der Venus zu tun?

Gestern am späteren Nachmittag machte die Royal Astronomical Society von sich Reden, weil sie ein wissenschaftliches Paper vorstellte, was zu Schlagzeilen wie „Gibt es Leben auf der Venus?“, „Mögliche Spuren von Leben auf der Venus entdeckt“, aber auch „Kein Leben in der Venus-Atmosphäre“ führte… Aber was ist denn nun dran und vor allem: Was steht genau in dem Paper?

Monophosphan wurde in den Venuswolken gefunden! Was ist an diesem Gas so spannend? // Photo Credit: ESO / M. Kornmesser / L. Calçada & NASA / JPL / Caltech

Das Paper mit dem Titel „Phosphine gas in the cloud decks of Venus“ mit der führenden Autorin Prof. Jane S. Greaves (Cardiff University) erschien in nature astronomy und kann online abgerufen werden (auch ohne Account). Die Autoren beschreiben darin ihre Untersuchungen der Moleküle in den Wolken der Venus. Dabei entdeckten sie sogenanntes Monophosphan (im Englischen phosphine genannt, im Deutschen ist der Name nicht gebräuchlich) und da dieses Gas als möglicher Biomarker betrachtet wird, ist das Ganze natürlich spannend, näher betrachtet zu werden. Aus diesem Grund bekam das Forscherteam auch nach der ersten Entdeckung mit dem James Clerk Maxwell Telescope auf Hawaii zusätzlich Zeit am Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) in Chile. Warte, hier geht es weiter! …

Astronomie

Wasserdampf auf Europa!

Die NASA hatte gestern spannende Neuigkeiten für uns: Sie hat bestätigt, dass es Wasserdampf auf Europa gibt! Aber warum ist das eigentlich interessant und wie wurde der Dampf entdeckt?

Auf diesem Bild sieht man links die tatsächlichen Farben von Europa, auf dem rechten wurden die Farben etwas verändert, damit man die Strukturen besser erkennen kann. // Image credit: NASA/JPL-Caltech/DLR

Das Entdecker-Team konnte den Dampf messen, indem sie den Jupitermond durch eines der größten Teleskope auf der Erde beobachtete, dem W. M. Keck Observatory auf Hawaii. Die Bestätigung, dass es tatsächlich Wasserdampf über Europa gibt, gilt als erste Untermauerung der These, dass der Mond von einem riesigen Ozean unter einer dicken Eisschicht bedeckt sei. Nun konnte zwar noch immer kein flüssiges Wasser nachgewiesen werden, aber quasi das „nächst bessere Ding: Wasser in verdampfter Form“, wie Lucas Paganini, der leitende Wissenschaftler, es ausdrückte. Für den Nachweis benutzten sie einen Spektographen des Keck Observatoriums, der die chemische Zusammensetzung von Atmospheren durch das emitierte oder absorbierte Infrarotlicht messen kann. Dabei macht man sich Zunutze, dass jedes Molekül ganz spezifische Frequenzen des Infrarotlichtes emitiert, wenn es mit Sonnenstrahlung interagiert. Warte, hier geht es weiter! …