Rezensionen

Was wir im Juni gelesen haben… {Rezensionen}

Neuer Monat, neue Rezensionen!
Dieses Mal haben wir euch wieder ein paar tolle Bücher mitgebracht, perfekt für die Sommerzeit und einige haben ja bereits Sommerferien… Viel Spaß beim Stöbern!
Diesen Monat war es auf dem Blog recht still, hinter den Kulissen haben wir allerdings intensiv an einem neuen Projekt gearbeitet. Falls ihr euch auch ein bisschen für die Worpsweder und Bremer Landschaft und Geschichte interessiert, schaut gerne mal HIER vorbei. Und ansonsten geht es auch hier bald weiter!

Penrose begutachtet, was wir heute für euch dabei haben…


Zu Beginn habe ich direkt ein weiteres Buch, was ihr nicht auf dem Bild oben seht, denn es kam erst recht kurz vor der Veröffentlichung dieses Artikels bei uns an, ich wollte es aber gerne noch vorstellen.
Das Buch heißt „Geheimnisvolle Pilze“ und stellt die große, spannende Welt der Pilze vor. Hier geht es um alle Arten von Pilzen – die wir kennen – egal, ob die hübschen im Wald, um die, die leider unsere Lebensmittel ungenießbar machen, genauso wie um die, die uns andere Lebensmittel erst möglich machen, man lernt etwas über die medizinischen Anwendungen und die Frage, was es eigentlich mit den mysteriös klingenden Hexenringen auf sich hat.

Blick ins Buch // Quelle: Verlagshomepage

All das und noch einiges mehr, wird in diesem Buch vorgestellt. Toll sind dabei nicht nur die kleinen Texte, die über die ganze Seite verteilt sind, sondern auch gerade die Illustrationen. Hier ist jeder Platz auf der Seite gut ausgenutzt und sie Bilder sind gleichzeitig einfach schön und auch hilfreich beim Verständnis.
Unser Fazit: Wir haben zwar noch nicht oft im Buch gelesen, aber das wird sich sicherlich in nächster Zeit ändern! Über Pilze wissen wir bis jetzt nämlich noch nicht viel, dieses Buch macht aber neugierig auf das Entdecken dieser spannenden Welt!

Weiter gehts es mit einem Buch über „Mathe-Irrtümer“ von Matt Parker: Mathematik ist überall und da passieren natürlich auch so manches Mal Fehler oder den mathematischen Berechnungen wird nicht geglaubt und später merkt man, Pi mal Daumen funktioniert halt doch nicht so zuverlässig… Von lauter solchen Beispielen handelt dieses Buch.
Die Beispiele reichen von Kalenderumstellungen, über Flüge in den Weltraum, Probleme mit Statik, Rundungsprobleme und selbstverständlich werden auch die berühmten, schwankenden Brücken behandelt.
Mein Fazit: Das Buch ist unterhaltsam und leicht lesbar. Die mathematischen Irrtümer sind vielfältig – mit leichtem Hang zu Statistik, was nicht so mein persönliches Lieblingsgebiet ist. Man bekommt einen guten Einblick, wie wichtig mathematisch Berechnungen sind, wo sie überall eine Rolle spielen und wie genau man dabei vorgehen sollte. Trotzdem handelt es sich hier keinesfalls um ein trockenes Lehrbuch, sondern um ein kurzweiliges Buch voller spannender Anekdoten.
Matt Parker betreibt den YouTube-Kanal Stand-up Maths.

Weiter geht es mit einem vom Prinzip sogar etwas ähnlichen Buch, es geht aber in die Welt der Physik: Michael Büker nimmt uns mit zu 30 spannenden Experimenten, die alle auf ihre Art und in den unterschiedlichsten Bereichen Physikgeschichte geschrieben haben. Dabei behandelt er natürlich die großen, allseits bekannten wie das Auslösen von radioaktiven Stoffen aus Pechblende der Curies, das erste Röntgenbild oder auch das Bad des Archimedes. Aber auch etwas unbekanntere werden gleichwertig vorgestellt – John Harrison und seine extrem präzisen Uhren zum Beispiel oder Anatoli Bugorski, der als einziger Mensch gilt, der einen Neutronenstrahl eines Teilchenbeschleunigers ungeschützt und direkt abbekommen hat. Alle Experimente werden dabei nicht einfach nur als Experimente vorgestellt, sondern eher als Anekdoten und kleine Geschichten mit ihren jeweiligen Hauptakteuren, Auswirkungen und Geschichten drumherum erzählt. Diese Vorgehensweise gefällt mir sehr, weil sie einen viel mehr mitnimmt.
Mein Fazit: Dieses Buch habe ich sehr gern gelesen! Dank der recht kurzen Kapitel (eines pro Experiment) eignet es sich wunderbar für unterwegs oder immer mal Zwischendurch. Die Experimente sind einfach erklärt, aber immer so, dass man gut selbst einordnen kann, warum sie so bedeutend sind. Für mich die perfekte Mischung aus: Einfach genug für interessierte Laien, aber nicht so einfach, dass man sich langweilt, wenn man schon mehr von der Materie weiß.
Michael Büker findet ihr online HIER mit seinen verschiedensten Projekten.

Was ist eigentlich Unendlichkeit? Gibt es unendliche Dinge? Gibt es unterschiedliche Arten von Unendlichkeit? Was ist unendlich plus unendlich? All das sind Fragen, die sich Mathematiker schon seit vielen hundert Jahren stellen, so richtig Fahrt aufgenommen hat die Forschung zur Unendlichkeit allerdings erst mit Georg Cantor Mitte des 19. Jahrhunderts. Dann allerdings so richtig, mit einigen spannenden Ergebnissen, die schließlich von Hilbert, Russell, Gödel und schließlich Cohen aufgenommen und erweitert wurden. Entsprechend geht es im Buch von Aeneas Rooch genau um die 100 Jahre, in denen die Forschung zur Unendlichkeit besonders spannend und intensiv war: Von 1870 bis 1970. Wie gesagt: Auch vorher und nachher war das natürlich ein Thema, was in der Mathematik spannend war und ist.
Das Buch ist in einfacher Sprache geschrieben, der Autor schreckt aber auch nicht vor einigen Gleichungen zurück. Dabei kann man sich im Buch entscheiden, ob man nur den Hauptteil oder auch die „Nerd-Zone“ mit ein paar vertiefenden Hinweisen liest. Die Idee ist gut und auch die Nerd-Zone ist sehr verständlich geschrieben. Mich persönlich haben beim Lesen einige Wiederholungen etwas genervt, aber für Menschen, die mit den Hauptpersonen oder -thematiken des Buches nicht vorher schon etwas vertraut sind, mag das gar nicht auffallen. Gerade im ersten Teil über Cantor hätte ich mir noch ein bisschen mehr persönliche Geschichte oder historische Einordnung gewünscht, in späteren Kapiteln gibt es dazu ein wenig mehr.
Mein Fazit: Ein leicht verständlich geschriebenes, sehr ausführliches Buch über die Unendlichkeit mit Gleichungen und konkreten Begriffen, wo es nötig ist, ansonsten in eher einfacherer Sprache geschrieben. Diesen Spagat schaffen nicht viele, hier ist es insgesamt wirklich gut gelungen!
Besonders für OberstufenschülerInnen oder interessierte Laien geeignet. Wenn man sich mit der Forschung zur Unendlichkeit schon mehr auskennt, ist es an ein paar Stellen eher zu ausführlich und wiederholend, aber lieber so und man kann ein paar Seiten eher überfliegen.

Vor einer Weile hatten wir euch schon einmal die Reihe „Superleser“ vorgestellt und fanden sie damals schon sehr gut gelungen. Die Reihe wurde jetzt noch einmal umstrukturiert, eine weitere Stufe ist dazu gekommen und vor allem auch eine neue tolle Themenreihe innerhalb des großen Reihe.
Mitgebracht haben wir euch das Buch „Das Leben von Albert Einstein“ eine der neuen Sach-Geschichten aus der 4. Stufe, den „Leseprofis“. Es gibt auch noch drei andere Stufen, beginnend bei der 1. Klasse extra leicht geschrieben. Toll finden wir gerade diese Sach-Geschichten, denn noch immer gibt es recht wenig richtig gute Bücher über Wissenschaft oder andere spannende Themen, die auf der einen Seite leicht genug verständlich sind für Grundschulkinder, gleichzeitig aber so anspruchsvoll, dass sie etwas lernen und sich beim Lesen ernst genommen fühlen. Genau diese Mischung ist hier gut gelungen und so sind wir schon gespannt auf weitere Ausgaben der Reihe!
Albert Einstein konkret war ein toller Beginn und das Forschermädchen fand die Sprache sehr angenehm, hat das Buch sehr schnell und gerne gelesen und sich auch die Bilder gerne angeschaut. Eine übersichtliche Zeitleiste, ein kleines Quiz und ein Experiment am Ende des Buches runden das Ganze wunderbar ab. Ein kleiner Verbesserungsvorschlag: Die Bilder sind teilweise nur recht grob beschriftet, hier wäre es schöner gewesen, wenn die anderen abgebildeten Menschen ebenfalls klarer zu identifizieren wären.

Blick ins Buch // Quelle: Verlagshomepage

Unser Fazit: Das Forschermädchen hat sich sehr über das Buch gefreut und es direkt gelesen. Sehr gefallen hat uns die verständliche, aber nicht künstlich „verkindlichte“ Sprache und die vielen Abbildungen. Insgesamt eine sehr empfehlenswerte Reihe rund um das erste Lesen!

Was ist eigentlich Dunkle Materie und warum glauben wir, dass es sie geben muss? Hierum dreht sich dieses Buch!
Und wenn man sich denkt: „Hui, das ist aber ein ganz schön komplexes Thema!“, dann werden auch direkt noch Dinge wie das Standardmodell der Elementarteilchen, Entstehungsgeschichte von Galaxien, kosmische Inflation und einiges mehr. Tatsächlich braucht man aber auch all das, wenn man grob verstehen möchte, worum es bei der Suche nach Dunkler Materie geht. Abschließend geht Thomas Bührke dann auch noch recht ausführlich auf die verschiedensten Ideen und Experimente ein, die unternommen werden oder wurden, um die fehlende Materie zu finden.
Zahlreiche Abbildungen verdeutlichen die Texte und helfen dem Verständnis, weil Bilder einfach direkt ein Buch irgendwie freundlicher und verstehbarer aussehen lassen und einiges durch ein Bild oder eine Graphik leichter auf den Punkt gebracht werden kann.
Mein Fazit: Im Buch geht es um ein riesiges Thema, zahlreiche Unterthemen müssen dafür angeschaut und halbwegs verstanden werden und erst dann kann man sich überlegen, wie man die Dunkle Materie denn eventuell finden könnte. Zwischendurch muss man sich beim Lesen einfach mal kurz zurücklehnen und fragen, was der aktuelle Text mit dem Thema zu tun hat, damit man nicht verloren geht. Dem Autor gelingt es aber gut, komplexe Sachverhalte einfach und verständlich vorzustellen. Besonders gut fand ich auch die Interviews, die in das Buch aufgenommen wurden. Insgesamt ein gelungenes Buch zu einem sehr komplexen Thema!

Und wenn ihr Lust habt, schaut euch gerne eines unserer neuen Videos an, dieses zum Beispiel über den Worpsweder Barkenhoff, das ehemalige Wohn- und Arbeitshaus von Heinrich Vogeler und Paula Modersohn-Becker:

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Das Buch „Geheimnisvolle Pilze“ von Lynne Boddy mit Illustrationen von Wenjia Tang umfasst64 Seiten, kostet 14,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Damit hatte keiner gerechnet“ von Matt Parker umfasst 390 Seiten, kostet 12 Euro und erschien im Goldmann Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Was soll schon schiefgehen?“ von Michael Büker umfasst 286 Seiten, kostet 12 Euro und erschien im Heyne Verlag, gemeinsam mit P.M.. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ von Aeneas Rooch umfasst 414 Seiten, kostet 22 Euro und erschien im Heyne Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Das Leben von Albert Einstein“ von Will Mara umfasst 128 Seiten, kostet 9,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Was ist Dunkle Materie?“ von Thomas Bührke umfasst 255 Seiten, kostet 22 Euro und erschien im Kosmos Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar!

Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..