Rezensionen

Was wir im April gelesen haben… {Rezensionen}

Neuer Monat, neue Rezensionen! Heute gibt es wieder ein paar schöne Bücher, interessante Hörbücher und auch einen Videotipp für euch! Viel Freude beim Stöbern!

Penrose präsentiert die heutige Bücherauswahl – auf dem Bild nicht zu sehen sind die Hörbücher.

Schon recht am Anfang der Pandemie wurde klar, dass es nicht für alle Menschen mit einmal Covid haben vorbei sein muss, manche entwickeln anschließend noch weitere Krankheitsbilder. Dass LongCovid und PostCovid nicht einfach subjektiv wahrgenommene Erscheinungen sind, ist inzwischen klar belegt. Gleichzeitig hört man immer wieder von den unterschiedlichsten Ecken von Menschen, die erzählen, sie hätten jetzt auch LongCovid, wenn sie sich zwei Wochen nach der Infektion noch nicht wieder komplett fit fühlen – Spoiler: Das hat gar nichts mit LongCovid zu tun. Das Buch von Jördis Frommhold kommt da gerade richtig, denn sie hat durch ihre Arbeit als Chefärztin an der MEDIAN Klinik Heiligendamm seit März 2020 mit LongCovid- und auch PostCovid – Menschen zu tun und sich in den letzten zwei Jahren so ein umfangreiches Bild machen können.
In ihrem Buch umreißt sie erst einmal noch die Anfänge der Pandemie an sich, danach folgt der spannende Teil über die beiden unterschiedlichen Krankheitsbilder, Unterschiede, Gemeinsamkeiten und sie sortiert einmal für alle verständlich und klar, was es mit den Bezeichnungen auf sich hat. Auch um mögliche Therapien geht es und so ist das Buch sicherlich auch empfehlenswert, wenn man selbst oder Bekannte darunter leiden. Das Buch wird immer wieder durch persönliche Kommentare und konkrete Geschichten aus dem Klinikalltag ergänzt – diese sind klar gekennzeichnet und werden nicht verallgemeinert.
Einzig den Titel finde ich nicht ganz so gelungen, weil im Buch ähnlich viel auf PostCovid und LongCovid eingegangen wird, der Titel suggeriert da etwas anderes.
Mein Fazit: Interessant zu lesen, sowohl für Betroffene, als auch einfach für’s Wissen und auch, um einordnen zu können, ob ein eventuelles Gesprächsgegenüber tatsächlich grundsätzlich in eine der beiden Kategorien fallen könnte.

Wie schon letzten Monat habe ich euch heute zwei Hörbuch-Empfehlungen mitgebracht, beide sind von einem meiner Lieblingsautoren: Bill Bryson.
Beim ersten handelt es sich um „Die Geschichte der alltäglichen Dinge“. Bryson nimmt sein englischen Landhaus als Ausgangspunkt, sich die Geschichte der einzelnen Räume anzusehen und sich in die Zeit des Hausbaus zurückzuversetzen. Im Buch geht man also Raum für Raum vor und erfährt einiges über das Leben und die Menschheitsgeschichte. Der Blick ist sehr Großbritannien-lastig, mit etwas Amerika hier und da und auch die zeitlichen Epochen sind nicht gleich gewichtet. Trotzdem erfährt man viele Bruchstücke der menschlichen Entwicklung rund um Technik, Medizin und das ganz alltägliche Leben.
Der Sprecher hat mich tatsächlich die ganze Zeit irritiert, denn dieses Mal liest Rufus Beck das Buch, unbestritten macht er das super, ich habe früher einige Harry Potter – Hörbücher von ihm gehört und fand ihn dabei toll. Da ich alle anderen Bill Bryson Hörbücher mit einem anderen Sprecher assoziiere, hat er mich hier trotzdem nicht vollständig überzeugt, das ist aber wirklich rein subjektiv und eine Gewohnheitssache.


Das zweite Hörbuch heißt „Eine kurze Geschichte des menschlichen Körpers“ und darin stellt uns Bryson viele Aspekte unseres eigenen Körpers vor, von der Entstehung des Lebens, über die verschiedensten Organe, etwas Medizingeschichte und einiges mehr ist da jede Menge dabei. Wie immer sehr launig und kurzweilig geschrieben – bzw. hier erzählt – erfährt man so viele spannende Fakten.
Gesprochen wird das Hörbuch wieder von Oliver Rohrbeck, wie gewohnt sehr angenehm, aber mit dem Witz, der auch bei Brysons Büchern immer spürbar ist.
Mein Fazit: Beide Hörbücher empfehle ich gerne weiter, mich persönlich hat die Kurze Geschichte des Körpers noch etwas mehr überzeugt, weil die Geschichte der alltäglichen Dinge doch manchmal etwas zu chaotisch auf mich wirkte. Aber definitiv beide sehr gut hörbar, mit guten Sprechern und informativ.

Das nächste Buch hat uns zum perfekten Zeitpunkt erreicht, nämlich am Anfang der Osterferien, als es bei uns in Norddeutschland eine Woche lang stürmte und sehr unfreundlich draußen war… So konnten wir die erste Ferienwoche kaum rausgehen, eine neue Beschäftigung passt dann natürlich super. Das Buch liefert eine sehr anschauliche und kindgerechete Art, die Idee des Programmierens für Kinder verständlich zu machen. Gut gefällt uns zum Beispiel, dass nicht direkt am Computer gestartet wird, sondern es gibt einige „Vorübungen“ mit denen man die Grundidee eines Algorithmus‘ anhand eines Rezeptes oder ein Bastelanleitung verstehen soll. Zwischendurch gibt es immer mal wieder kleine biographische Teile über berühmte Programmier*innen. Die zweite Hälfte des Buches stellt die Programmierplattform Scratch vor – zuerst allgemein, dann an ganz konkreten Beispielprogrammen. Hier wird genau beschrieben, was man braucht, wo man es finden kann und was die verschiedenen Bausteine können. Motiviert davon, gibt es sogar schon ein passendes Video auf unserem YouTube-Kanal, dort zeigt das Forschermädchen, wie man ein Spiel programmiert, bei dem eine Katze vor einem Wassertropfen weglaufen soll. Schaut gerne vorbei!

Unser Fazit: Ein super Einführungsbuch zu Scratch, leicht verständlich und übersichtlich aufgebaut. Die Ideen hinter dem Programmieren werden gut erklärt und mit den konkreten Beispielen kann man direkt anfangen und selbst anschließend experimentieren.

Weiter geht’s mit einem Buch über Dunkle Materie, genau, der Teil des Universums, den niemand bis jetzt gesehen hat, aus dem aber trotzdem wahrscheinlich 85 % des Universums besteht. Genauso rätselhaft, wie das klingt, ist die Dunkle Materie auch für Menschen, die sich damit intensiv beschäftigen. Um ein wenig mehr Licht ins Dunkel zu bringen oder zumindest einen Überblick darüber zu geben, warum wir überhaupt denken, dass es diese Dunkle Materie geben müsste und was man tun kann, um sie besser zu verstehen, darum geht es im Buch von Sibylle Anderl.
Die Autorin ist Redakteurin der FAZ und hat in Astrophysik promoviert.
Mein Fazit: Das Buch ist eines dieser klassischen kleinen Bücher aus der „Wissen“-Reihe: Gut recherchiert, von einer Autorin geschrieben, die sich mit dem Thema auskennt und auf den Punkt gebracht. Gleichzeitig frage ich mich oft – und auch dieses Mal – wer die Zielgruppe für diese Reihe genau definiert wird. Für Einsteiger finde ich das Buch zu anspruchsvoll, für Experten bringt es nicht mehr viel. Das Buch ist ein guter Überblick, gut recherchiert, aber irgendwie reißt es mich persönlich nicht richtig mit.

Immer wieder zwischendurch stelle ich euch ja auch Bücher vor, die direkt nichts mit MINT-Themen zu tun haben. Gerade wenn man oft Experimente vorbereitet, plant oder dann auch aufschreibt, ist es hilfreich, ein bisschen zeichnen zu können und genau hierfür habe ich heute einen Tipp für euch. Das Buch „Zeichnen lernen“von Clare Johnson gibt einen tollen Überblick über verschiedene Zeichentechniken – gerade für Kinder, aber ehrlich gesagt genauso gut für größere Menschen. Dabei ist meist eine Doppelseite einem Thema wie Bildaufbau, Farbwahl, Schattierungen und einigem mehr gewidmet. Das Buch ist wie ein Arbeitsbuch aufgebaut in dem man Texte, viele Beispielbilder und auch Platz findet, auf dem man selbst zeichnen kann. Dadurch macht es viel Spaß, im Buch zu blättern und es eignet sich sicherlich auch gut dafür, es mitzunehmen, wenn man etwas ältere Kinder eine Weile beschäftigen möchte.

Blick ins Buch / Quelle: Verlagshomepage

Mein Fazit: Das Buch ist sehr übersichtlich und bringt einen tollen Überblick über verschiedene Themen rund um das Zeichnen. Durch viel Platz im Buch, kann man direkt dort anfangen, selbst zu experimentieren und seine eigenen Zeichnungen zu verbessern.

Das nächste Buch wirkt erst einmal so, wie einige andere, die ich euch hier auch schon vorgestellt habe: Eine Zusammenfassung von kleinen Biographien berühmter Menschen, kindgerecht mit vielen Bildern aufbereitet. Im Prinzip stimmt dieser erste Eindruck auch bei diesem Buch, allerdings gibt es ein paar Punkte, die sich trotzdem unterscheiden. Zuerst einmal gibt es im Buch kaum Fotografien, die Seiten sind bunt, weiß sieht man recht wenig, aber alles wurde gezeichnet. Auf den Seiten stehen auch gar nicht so sehr die jeweils porträtierten Menschen im Fokus, sondern noch viel mehr ihre Forschungsschwerpunkte – da gibt es zum Beispiel viele Tiere zu sehen, aber auch Atomkerne, Galaxien und einfach Landschaft, die sich im Hintergrund abzeichnet. Das gefiel uns direkt sehr gut.

Blick ins Buch / Quelle: Verlagshomepage

Außerdem ist die Auswahl der Menschen bemerkenswert: natürlich sind einige der „üblichen Verdächtigen“ vertreten, aber eben auch zahlreiche Forscherinnen und Forscher aus anderen Kulturkreisen, die hierzulande oft übersehen werden und erfreulich viele Frauen werden ebenfalls vorgestellt.
Mein Fazit: Ein schönes Buch, indem man sehr gerne immer wieder blättert und das wunderbare Graphiken enthält!
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Das Buch „LongCovid“ von Jördis Frommhold umfasst 176 Seiten, kostet 14,95 Euro und erschien bei C.H.Beck. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Hörbuch „Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge“ von Bill Bryson, gesprochen von Rufus Beck, umfasst fast 20 Stunden, kostet als CD 14,99 Euro und erschien bei der Hörverlag. Das Hörbuch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Hörbuch „Eine kurze Geschichte des menschlichen Körpers“ von Bill Bryson, gesprochen von Oliver Rohrbeck, umfasst fast 17 Stunden, kostet als CD 24 Euro und erschien bei der Hörverlag. Das Hörbuch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „So lernst du Programmieren“ von Kiki Prottsmann umfasst 144 Seiten, kostet 14,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Dunkle Materie“ von Sibylle Anderl umfasst 128 Seiten, kostet 9,95 Euro und erschien bei C.H.Beck. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Zeichnen lernen“ von Clare Johnson umfasst 96 Seiten, kostet 9,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Geniale Köpfe der Naturwissenschaften“ von Isabel Thomas und Jessamy Hawke umfasst 144 Seiten, kostet 19,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar!

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