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Saag Paneer nach Jamie Oliver {Rezept}

Und: Darf man Spinat wieder erhitzen?

Nachdem wir im letzten Artikel Paneer hergestellt haben, hatte ich euch ja noch ein passendes Rezept versprochen und genau das habe ich heute dabei: Wir machen Jamie Olivers Version eines Saag Paneer, knuspriger Paneer in einer aromatischen Spinatsauce.

Das Saag Paneer ist nicht direkt eine Schönheit: Die goldenen Paneerstücke sehen zwar toll aus, die Sauce dagegen nicht unbedingt… Allerdings sollte man dem Ganzen trotzdem eine Chance geben, denn die Sauce ist herrlich aromatisch, leicht süßlich, leicht scharf und schön flaumig. Die Zubereitung an sich ist einfach und auch nicht besonders aufwändig. Wichtig ist bei allen Gerichten mit Paneer allerdings das getrennte Anbraten.

Beim ersten Lesen des Rezepts von Jamie Oliver bin ich direkt darüber gestolpert, dass er die Spinatsauce am Tag vor dem Verzehr zubereitet, um ihn dann wieder aufzuwärmen und anschließend zu servieren. Soll man Spinat nicht lieber nicht noch einmal ein zweites Mal erhitzen?
Tatsächlich ist es so, dass man es lieber lassen sollte, wenn man auf der ganz sicherer Seite sein möchte. Allerdings stammt diese Empfehlung vor allem aus der Zeit, zu der nicht alle Menschen einen Kühlschrank im Haus hatten. Spinat enthält viel Nitrat, was sich unter Mitwirken von Bakterien zu Nitrit umwandeln kann, was wiederum ein giftiger Stoff ist. Kocht man Spinat und will ihn am nächsten Tag erst Essen, sollte man ihn recht schnell auskühlen lassen und nicht lange warm halten. Wird der Spinat anschließend im Kühlschrank aufbewahrt und vor dem Essen einmal gut erhitzt, sollte kein Nitrit gebildet worden sein.

Zutaten:
Für den Paneer:
200 g Paneer (hier ist ein Rezept, wie ihr Paneer selbermachen könnt)
1 TL Kurkuma, gemahlen
1/2 EL Öl
Etwas Ingwer, etwa 1 EL gerieben
1 Knoblauchzehe, gerieben
Für die Sauce:
1 Zwiebel
Etwas Ingwer, etwa 1 EL gerieben
1 Knoblauchzehe, gerieben
1 grüne Chilischote (kann auch weggelassen werden)
1 gehäufter TL Garam Masala (meine Mischung dafür findet ihr hier, gekauftes geht natürlich auch)
1 EL Mangochutney
200 g Spinat, gewaschen (falls ihr TK-Spinat verwenden möchtet: Aufgetaut und gut ausgedrückt verwenden)
4 EL Joghurt
1 große Pfanne
Zubereitung:
Zuerst den Paneer marinieren: Dazu alle Zutaten mit dem Paneer, den ihr vorher in Würfel mit etwa 2 cm Kantenlänge schneidet, in eine Schüssel geben. Vorsichtig unterheben und am besten über Nacht oder für ein paar Stunden im Kühlschrank marinieren lassen.
Für die Sauce: Die Zwiebel, den Ingwer und den Knoblauch schälen und in feine Stücke schneiden. Die Zwiebel kann auch recht grob geschnitten werden. Die Chilischote ebenfalls grob hacken, wenn ihr es nicht zu scharf mögt, entfernt die Kerne und Zwischenhäute.
Alles in ein wenig Öl in einer Pfanne etwa 5 Minuten anbraten. Garam Masala und Mangochutney dazu geben, kurz anschwitzen und dann den Spinat dazu geben. Warten, bis der Spinat zusammengefallen ist, dabei könnt ihr die Herdplatte schon ausschalten. Die Sauce mit zwei EL Joghurt im Mixer oder mit einem Pürierstab pürieren (nicht in der Pfanne. Mit etwas Salz abschmecken.
Falls ihr die Sauce erst später verwenden möchtet, lasst sie abkühlen und lagert sie dann im Kühlschrank.
Wenn ihr das Saag Paneer essen wollt, bratet ihr den marinierten Paneer an, bis er goldbraun ist (muss nicht von jeder Seite sein). Anschließend gebt ihr die Sauce dazu, lasst sie einmal aufkochen und fertig! Den restlichen Joghurt grob darunter ziehen, so gibt es eine schöne Marmorierung. Dazu passen Naan oder Reis.
Guten Appetit!

Das Rezept ist leicht abgewandelt nach einem Rezept aus dem Buch „Together“ von Jamie Oliver. Das Buch habe ich auch schon einmal HIER genauer vorgestellt, dort gibt es auch noch ein Rezept für Käsebällchen.

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Quelle:
Darum soll man Spinat nicht noch einmal aufwärmen“, geo.de

2 Gedanken zu „Saag Paneer nach Jamie Oliver {Rezept}“

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