Rezensionen

Was ich im Oktober gelesen habe…

Und schon wieder ist ein Monat rum und ich habe einige tolle Buchtipps für euch! Macht ihr es euch auch gerne mit einem Buch drinnen gemütlich? Oder lest ihr gerne vor dem Schlafen gehen? So oder so: Viel Freude an der Auswahl!

Penrose präsentiert die heutige Buchauswahl!

Das erste Buch ist besonders für Mädchen toll, weil es viele Beispiele zeigt, wie aus neugierigen Mädchen tolle Wissenschaftlerinnen und Erfinderinnen wurden! Aber ganz ehrlich: Auch für Jungs ist es toll und für Erwachsene sowieso.
Insgesamt werden 44 Erfinderinnen im Buch vorgestellt, jeder ist ein kleiner Kapitel gewidmet. Jedes Kapitel umfasst 2 Doppelseiten, wobei eine Seite mit einer Zeichnung gefüllt ist. Das Forschermädchen hat sich sofort Ada Lovelace und Emmy Noether rausgesucht und sich sehr gefreut, dass beide zu finden waren, auch über Marie Curie und Jane Goodall freute sie sich sehr. Mir gefiel dazu noch sehr gut, wie aktuell das Buch ist – beispielsweise ist auch Donna Strickland vertreten, die 2018 den Physik Nobelpreis für ihre Forschung erhielt (mehr dazu lesen könnt ihr hier). Vorgestellt werden im Buch nicht nur Wissenschaftlerinnen, sondern auch ganz andere Erfinderinnen – beispielsweise Herta Heuwer für die Currywurst, Anna Makosinski für die thermoelektrische Taschenlampe, bis hin zu Malala Yousafzai für die Schulbildung für Mädchen. Ihr seht schon, die Bandbreite ist riesig!
Die Sprache ist einfach, die Autorin geht bei niemandem wirklich ins Detail – was bei 4 Seiten pro Frau auch nicht möglich ist – aber trotzdem bekommt man ein Gefühl für die Erfindung und den Menschen dahinter.
Mein Fazit: Ein schönes Buch, was man immer mal wieder zur Hand nehmen kann. Durch die kurzen Kapitel ist es für Kinder motivierender zu lesen, aber auch als Erwachsener ist es einfach praktisch, so kleine Wissenshappen lesen zu können.

Eine ausführliche Leseprobe gibt es übrigens hier.

Für die nächsten beiden Titel geht es für uns auf den Mars!
Zuerst einmal möchte ich euch ein Buch vorstellen, das schlicht und ergreifend „Mars“ heißt. Die Themen, die im Buch behandelt werden, ist unfassbar vielfältig! Da ich sie euch nicht alle aufschreiben kann, gibt es hier einmal das Inhaltsverzeichnis für euch:

Die einzelnen Doppelseiten sind ganz unterschiedlich gestaltet, aber es wiederholt sich, dass es stets mittelgroße Texte gibt, die Informationen über den Planeten, seine Eigenschaften etc. haben. Dazu gibt es jede Menge Zeichnungen, einige Fotos und zusätzlich Graphiken, die oft Vergleiche zur Erde zeigen. Zum Beispiel wird da der Olympus Mons in Relation zum Mount Everest gesetzt und ähnliches. Das ist toll, weil man so viel mehr Bezug zu den reinen Zahlen bekommt. Beim ersten Durchblättern war ich kein großer Fan der Zeichnungen, aber ich muss sagen, dass ich sie nach dem genaueren Anschauen doch ganz gern mag – dem Forschermädchen gefielen sie übrigens von vornherein super!
Mein Fazit: Das Buch ist zwar vor allem für Kinder gestaltet, aber es ist wie schon öfter: Ich selbst mag gut gemachte Kinderbücher genauso gern wie das Forschermädchen und so lesen wir beide auch in diesem Buch sehr gerne und haben auch beide schon Neues dabei gelernt!

Und wie bereits angekündigt bleiben wir direkt auf dem Mars! Die Reihe der Superleser! hatte ich euch ja schon einmal vorgestellt und genau daraus gibt es einen weiteren tollen Band der 2. Lesestufe, den wir testen durften.
In diesem Buch gehen die Kinder mit einem Astronautenteam auf eine Expedition auf den Mars und finden dort sogar riesige Schluchten, winzige Lebewesen und einen bedrohlichen Asteroiden. Das ist eine spannende Geschichte und macht schon deswegen Spaß, zu lesen. Zusätzlich gibt es aber im Buch auch immer wieder eingestreut einzelne Seiten, auf denen einfach der Mars und seine Besonderheiten vorgestellt werden. Das ganze Buch ist außerdem auch noch voller Bilder vom Mars – hierbei wurden tatsächlich meist echte Bilder der NASA verwendet, was die Geschichte natürlich noch realer macht.
Dieser Band der Superleser gehört zur 2. Stufe, die für die 1./2. Klasse gedacht ist. Sie ist in recht großer Schrift geschrieben und es gibt ein tolles Lese Quiz am Ende. Ansonsten gibt es auch noch die 1. Stufe für Leseanfänger und die 3. für die 2./3. Klasse, dort wird dann schon kleiner geschrieben und die Texte sind entsprechend auch länger. Insgesamt finde ich es toll an der Reihe, dass es auch spannende und informative Geschichten (keine reinen Sachbücher) gibt.
Mein Fazit: Wir mögen die Reihe sehr gern und auch dieser Band ist sehr gelungen! Die Kinder lesen eine spannende Abenteuergeschichte, lernen aber auch gleichzeitig einiges über den Mars und die Raumfahrt. Super für kleine Forscherkinder!

Passend zu den kalten (hoffentlich…) Temperaturen im baldigen Winter, geht es mit dem nächsten Buch direkt in die Polarregionen: „Eine coole Expedition zum Nordpol und Südpol“ wird uns hier versprochen!
Das Buch ist ebenfalls für Kinder gedacht, aber auch hier gilt mal wieder: Es macht auch als Erwachsener viel Freude, darin zu blättern und man lernt auch noch einiges dazu. Im Buch wird immer einem Thema eine Doppelseite gewidmet, dabei geht es um Vergleiche zwischen Arktis und Antarktis, um die Menschen, die dort leben, Polarforscher, das Leben auf einer Forschungsstation, um verschiedenste Polartiere und -pflanzen und vieles mehr! Kurz werden auch der Klimawandel und die Nordlichter behandelt. Gerade jetzt, wo die MOSAIC-Expedition durchgeführt wurde, fand das Forschermädchen die Polarregion noch einmal besonders spannend und so kam dieses Buch genau richtig.

Ein Blick ins Buch

Toll am Buch sind auch die vielen, schönen Zeichnungen. Fotos gibt es keine im Buch, was uns aber keineswegs störte. Die Texte sind nicht besonders lang, aber bestehen auch mehr als 2-3 Sätzen. Das Buch eignet sich deswegen vor allem zum gemeinsamen Anschauen und Vorlesen und selbst lesen so ab der 2. Klasse.
Mein Fazit: Ein wunderschönes Buch! Das Buch ist kindgerecht, vermittelt aber trotzdem sehr gut Informationen und die Zeichnungen gefallen uns ebenfalls sehr, weil sie nah an der Natur bleiben.

Wahrscheinlich so ziemlich jeder, der dies liest, wird den Star des nächsten Buches schon mal in der Hand gehabt haben: Den Rubik’s Cube oder auch Zauberwürfel.
Ernö Rubik, der Erfinder des Cubes, hat nun ein Buch verfasst, obwohl er sich selbst nicht als Autor sieht – das nur eine von den teilweise etwas in der Luft schwebenden Aussagen im Buch. Grob ist schnell erklärt, um was es im Buch geht: Wir lernen Rubik etwas näher kennen, erfahren etwas über seinen familiären Hintergrund, genauso wie über sein Studium, seine Arbeit und einiges mehr (ohne, dass er dabei allzu persönlich biographisch wird), auf der anderen Seite steht vor allem die Entwicklung des Cube im Mittelpunkt. Über die ersten Ideen dazu, die ersten Versuche, die abstrakte Idee in eine Form zu bekommen, bis hin auch zu dem unglaublichen Erfolg, den Rubik so auch nicht erwartet hatte.
Neben diesen zentralen Themen geht es im Buch aber auch immer wieder über ganz grundsätzliche Themen, über die der Autor teilweise geradezu philosophische Texte schreibt. In diesen Teilen geht es zum beispielsweise um den Spieltrieb, die Bedeutung von Architektur für den einzelnen oder auch die totale Hingabe, eine Aufgabe zu lösen, die man einmal angefangen hat.
Mein Fazit: Ein spannendes Buch. Es plätschert auf der einen Seite angenehm dahin, ohne langatmig zu werden. Gleichzeitig kann ich mir gut vorstellen, dass es nicht für jeden geeignet ist. Einfach aus dem Grund, dass der Autor immer mal wieder recht große Kreise um die zentralen Themen zieht, hier abschweift, dort philosophiert…

Zuletzt habe ich noch ein weiteres Buch über Mathematik für euch! Das erste Buch von Mickael Launay hatte ich euch bereits vorgestellt, jetzt ist sein zweites erschienen und ich sage es direkt am Anfang: Ich finde es noch gelungener und spannender, als das erste!
Das Buch ist grob in 5 Teile unterteilt, die sich größeren Themen widmen, die dann aber noch einmal in viele kleine Abschnitte unterteilt wurden. So hat man einen groben Rahmen, an dem man sich orientieren kann. Behandelt wird inhaltlich eine bunte Mischung der Mathematik, auch immer wieder mit Bezug auf die Historie der Mathematik. Auch einiges an Astrophysik und Astronomie ist dieses Mal zu finden, beispielsweise wird der Erforschung der Gravitation oder auch Schwarzen Löchern recht viel Raum gegeben (was genau meine Mischung ist, also die perfekte Kombination für mich persönlich). An der Stelle der Schwarzen Löcher hätte ich mir übrigens mal wieder eine deutlichere Erwähnung von Roger Penrose gewünscht, leider wird er selbst in einem Mathematikbuch unter den Tisch fallen gelassen. Immerhin taucht in anderem Kontext sein Penrose Dreieck auf.


Mein Fazit: Der Autor hat einen angenehmen Plauderschreibstil, dem man leicht folgen kann und der sehr anschaulich ist, gleichzeitig wirkt das Buch sehr gut recherchiert. Man bekommt hier eine große Vielfalt und damit einen tollen Überblick, wo man überall Mathematik finden kann und wie ein veränderter Blickwinkel manchmal scheinbar unglaubliches plötzlich ganz klar erklären kann!
Für alle, die französisch sprechen, sei auch der Youtube Kanal des Autors empfohlen!

Welches Buch hat euch am besten gefallen? Welche Art Bücher soll ich euch als nächstes vorstellen?

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Das Buch „Rebel Minds“ von Melanie Jahreis umfasst 185 Seiten, kostet 19,95 Euro und erschien bei C.H.Beck. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Mars“ umfasst 80 Seiten, kostet 12,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Expedition zum Mars“ umfasst 64 Seiten, kostet 6,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Pinguine & Eisbären“ vovn Grace Helmer und Alicia Klepeis umfassst 56 Seiten, kostet 19,90 Euro und erschien bei den Kleinen Gestalten. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Cubed“ von Ernö Rubik umfasst 212 Seiten, kostet 19,95 Euro und erschien bei C.H.Beck. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Die Regenschirm-Formel“ von Mickael Launay umfasst 280 Seiten, kostet 22,95 Euro und erschien bei C.H.Beck. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

2 Gedanken zu „Was ich im Oktober gelesen habe…“

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