Allgemein, Experimente, Science Baking

Honeycomb / Hokey Pokey {Rezept & Experiment}

Experimente mit einem essbaren Ergebnis haben schon große Vorteile, findet ihr nicht auch?

Nach der Frage, warum Popcorn eigentlich aufpoppt und dem passenden Rezept, habe ich heute etwas ähnliches für euch: Wir machen Honeycomb!

Honeycomb steht inzwischen auch schon seit ein paar Jahren auf meiner Nachmachliste und endlich habe ich mich daran gemacht, den Vorsatz in die Tat umzusetzen. Die Süßigkeit wird auch manchmal „Sponge Toffee“, in Neuseeland „Hokey Pokey“ oder auf deutsch „Honigwaben“ genannt. Im Prinzip handelt es sich dabei um ein einfaches Bonbon, der Geschmack ist vor allem: Süß! Der Reiz besteht in erster Linie in der speziellen Zubereitungsform und dem Aussehen.

Man stellt dazu einen einfachen Karamell her, der schließlich mit Natron aufgeschäumt wird. Der Effekt ist toll und (aus etwas Entfernung) haben Kindern riesigen Spaß an diesem Experiment! Perfekt natürlich, wenn man das Ergebnis dann noch essen kann!

Zutaten:
200 g Zucker, weißen
2 EL Golden Syrup (vgl. Bemerkung unten)
3 EL Honig
1-2 EL Wasser
3 TL Natron
Topf (beachtet, dass die Masse ordentlich aufschäumt, nehmt also lieber einen großen)
Wenn ihr habt: Ein Zucker-Thermometer
1 Backblech oder Auflaufform, ausgelegt mit Backpapier (am besten auf Topfuntersetzer o.ä. stellen, damit eure Arbeitsfläche nicht kaputt geht von der Hitze)
Zubereitung:

  • Den Zucker, Golden Syrup, Honig und Wasser in den Topf geben und bei hoher Hitze erhitzen. Die Masse nicht allein lassen und den Natron schon bereit stellen! Möglichst wenig darin rühren. Die Masse aufkochen und genau beobachten.
  • Wer ein Thermometer besitzt: Die Masse soll auf 140 °C erhitzt werden.
  • Wer kein Thermometer besitzt: Genau beobachten, wenn die Masse aufkocht. Zuerst sind die Blasen ganz klein, dann werden sie größer und durchsichtig, schließlich wieder etwas kleiner und die Masse wird etwas dunkler.
  • Wenn dieser Zeitpunkt (vgl. Punkt über diesem) erreicht ist, den Topf vom Herd ziehen, die Hitze ausschalten und sofort Natron dazu geben. Vorsichtig, aber trotzdem zügig unterrühren. So wenig, wie möglich, aber so viel rühren, dass kein Natron mehr zu sehen ist.
  • Die Masse schäumt vom Natron ordentlich auf! Sofort in die vorbereitete Form gießen und mindestens 30 Minuten auskühlen lassen. Anschließend zerbrechen oder mit dem Messer zerkleinern.
  • Die fertigen Honeycombs kann man auch toll als Dekoration verwenden oder mit Schokolade überziehen. Luftdicht verschlossen aufbewahren!

Guten Appetit

Bemerkung: Golden Syrup ist in Deutschland schwer zu bekommen, deswegen kann man mit dieser Zutat ein wenig Experimentieren… Dank Quasi-Quarantäne habe ich mich nicht auf die Suche nach einem Hellen Sirup gemacht, der von Grafschafter erhältlich ist. Entsprechend habe ich den Sirup durch etwas mehr Honig ersetzt – das heißt, insgesamt habe ich 4 EL Honig benutzt.

Bemerkung 2: In ein paar Rezepten habe ich gesehen, dass die Backform mit Frischhaltefolie ausgelegt wird. Das würde ich auf keinen Fall empfehlen! Frischhaltefolie ist meist bis etwa 100 °C stabil, die Honeycomb-Masse hat aber rund 140 °C beim Gießen. Und wer möchte schon Honeycomb mit Plastiküberzug essen…?

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Ihr habt dieses oder eines meiner anderen Rezepte / DIYs ausprobiert? Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen! Gerne mit Bild für meine „Von euch ausprobiert“-Seite. Oder markiert mich bei Instagram, damit ich euch finde!
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Noch mehr Experimente mit Säure-Basen-Raktionen findet ihr HIER.

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