Allgemein, Rezensionen

Was ich im Juni gelesen habe…

Und schon ist ein weiterer Monat in diesem besonderen Jahr vorbei… Habt ihr auch das Gefühl, dass das dieses Jahr besonders schnell geht? Man sollte doch meinen, dass es einem langsamer vorkommt, aber bei mir ist genau das Gegenteil tder Fall: Ich habe das Gefühl, die Tage und Wochen rauschen einfach an mir vorbei… Wie dem auch sei: Auch heute habe ich euch eine Auswahl an tollen Büchern mitgebracht. Dieses Mal geht es gleich zwei Mal umd Künstliche Intelligenz, es geht um spannende Zahlen, das Magnetfeld der Erde und um die astronomischen Erkenntnisse, die mit Sternbildern verbunden werden. Viel Spaß beim Stöbern!

Penrose präsentiert die Bücherauswahl, die ich euch heute vorstellen möchte!


Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal einen Roman gelesen habe… Wobei, doch, jetzt weiß ich es, denn ich habe soeben einen abgeschlossen! In dem Buch „K.I.“ dreht sich alles um künstliche Intelligenzen (wer hätte das gedacht). Der Thriller spielt im Juli 2031 (was ich persönlich ein erstaunlich konkretes Datum finde). Die vier großen Tech-Riesen unserer Zeit sind Geschichte und die Welt ist in zwei Teile geteilt worden: Der Westen und der Osten, wobei Afrika beispielsweise mit zum Osten gehört. Beide Reiche werden durch (oder von?) künstlichen Intelligenzen gesteuert. Der Roman erzählt in Form von Episodengeschichten die Handlung, die meisten Teile spielen in Süddeutschland, den USA und Shanghai. Wie alle einzelnen Personen zusammenhängen, wird am Ende natürlich aufgelöst. Die Geschichte an sich ist sehr temporeich und kurzweilig geschrieben, in Form von kurzen Kapiteln geht es beispielsweise um ein Krankenhaus, in dem die Ärzte eigentlich nur noch „Schauspieler“ sind, alle Operationen oder Medikationen erfolgen durch eine künstliche Intelligenz. Als dann immer mehr Patienten sterben, die eigentlich gute Aussichten hatten, macht das die Ärztin Jette Blomberg stutzig. Auf der anderen Seite, der „neuen Seidenstraße“, häufen sich gleichzeitig Selbstmorde von Menschen, die eine schlechte Benotung bekommen haben. Die Handlung ist sehr schnell, hat einige überraschende Wendungen und man legt es zwischendurch ungern aus der Hand. Einzig beim Ende hätte ich mir ein bisschen „mehr“ gewünscht.
Mein Fazit: Das Buch ist sehr gut zu lesen und wirklich spannend! Einige Teile sind dazu noch erschreckend real und ich kann mir vorstellen, dass wir zu Teilen wirklich so leben werden. Gerade in China sind diese Benotungssysteme inzwischen ja schon Alltag. Einiges andere ist dann doch eher Sci-Fi. Aber auch gerade diese Mischung macht das Buch interessant und es bleibt immer so „real möglich“, dass es spannend ist und man sich gleichzeitig fragt: Möchte ich so leben?

Manchmal gibt es Bücher, die man richtig toll finden möchte, aber trotzdem der Funke nicht so recht überspringt, kennt ihr das? Bei mir und diesem Buch über das Magnetfeld der Erde war es ein bisschen so: Ich finde das Magnetfeld der Erde extrem spannend und so freute ich mich sehr, als ich dieses Buch entdeckte. Und man merkt beim Lesen, dass die Autorin sehr viel recherchiert hat, extrem viele Daten und Informationen wurden für dieses Buch zusammengetragen.
Anke Wilde nimmt uns mit auf eine historische Reise quer durch die Entdecklung von Kompassen, der Frage, was die Polarlichter mit Magnetismus zu tun haben und vielem mehr. Auf dem Weg begegnen wir vielen Wissenschaftlern und immer wird hier gut eingeordnet, was die jeweiligen erforscht haben, was ihre Motivation oder ihr Ausgangspunkt waren und es wird auch immer wieder in die Lebenswelt eingebunden. Das ist gut gemacht! Trotzdem hat mich das Buch nicht wirklich mitgerissen, ich fand es etwas zäh zu lesen. Da es aber sehr individuell und deswegen möchte ich euch dieses Buch nicht vorenthalten!
Mein Fazit: Ein extrem spannendes Thema, was immernoch recht wenig Beachtung findet. Ich fand das Buch teilweise etwas langatmig, aber inhaltlich sehr spannend und sehr gut recherchiert.

Weiter geht es mit „Null, unendlich und die wilde 13“ von Albrecht Beutelspacher.
In seinem Buch nimmt uns Beutelspacher mit in die Welt der Zahlen. Dabei besteht das Buch aus vielen, kleinen Kapiteln, die sich jeweils einer Zahl widmen. Es beginnt ganz einfach mit 1, 2, 3, 0, und so weiter, bis hin zu i, phi (dem Goldenen Schnitt) und schließlich Unendlich. Auch eher exotische oder unbekannte Zahlen, wie beispielsweise die Opalka-Zahl oder die größte, bekannte Fermat’sche Zahl werden erwähnt. Quasi nebenbei unternehmen wir dabei auch eine Reise durch die Mathematikgeschichte, lernen Mathematiker kennen und erfahren, wie bestimmte Teilgebiete entstanden. Dabei wird in diese Richtung allerdings nicht ausschweifend erzählt – was ich angenehm finde, weil so der Stil des Buches nicht verwässert.
Mein Fazit: Sehr unterhaltsam und leicht zu lesen. Gerade durch die kurzen Kapitel kann man das Buch auch sehr gut zwischendurch immer mal wieder lesen, im Bus, beim Warten auf das Kind oder ähnliches. Der Schreibstil ist – typisch Beutelspacher – sehr einfach, aber trotzdem so, dass man merkt, dass der Autor weiß, wovon er schreibt.

Astronomie anhand von Sternbildern exemplarisch erklären, so könnte man die Grundidee des nächsten Buches zusammenfassen.
Das Buch beginnt mit einer Übersicht, wie die Sternbilder überhaupt entstanden und woher die Namen kamen. Auch über kritische Stimmen im Laufe der Historie oder kurze Erwähnungen darüber, dass andere Völker den Himmel ganz anders eingeteilt haben wird berichtet.
Anschließend nimmt sich der Autor jedes der 88 Sternbilder einzeln vor: Dabei gibt es zu jedem einen kurzen Steckbrief über Namen, Anzahl der Sterne, beste Sichtbarkeit und noch ein paar anderen Stichpunkten. Außerdem gibt es einen Sternkartenausschnitt mit dem entsprechenden Sternbild. Zusätzlich gibt es immer mehrere passende Bilder – zu markanten Nebeln im Sternbild, teils historischen Zeichnungen pder ähnliches. In einem Zeitstrahl kann man dann interessante Fakten rund um das Sternbild nachlesen. Im abschließenden Register findet man leicht konkrete Sternbilder, Galaxien oder ähnliches.
Mein Fazit: Die meisten Menschen kennen am Nachthimmel neben dem Mond wohl einige Sternbilder und können mehr oder weniger davon auch finden. Dieses Buch erzählt uns etwas über die Astronomie dahinter, immer anhand eines einzelnen Sternbildes und damit stets greifbar. Mir gefällt das Konzept sehr gut und auch die Umsetzung ist sehr gelungen!

Kommen wir wieder auf die Erde zurück und beschäftigen uns mit einem Thema, was jetzt schon eine große Rolle spielt, die in den kommenden Jahren aber eine noch viel größere spielen dürfte: Künstliche Intelligenz!
Wenn ihr den Roman ganz oben spannend fandet, aber nun einige Fragezeichen dazu habt, was Künstliche Intelligenzen eigentlich schon können, wie so etwas abläuft und wie wir sie weiterhin kontrollieren können, dann solltet ihr vielleicht einen Blick in dieses Buch werfen. Hier wird anhand von vielen Beispielen quasi alle wichtigen Begriffe und Vorgänge vorgestellt. Dass die Autorin Professorin für „Sozioinformatik“ ist, merkt man daran, dass ihre Auswahl der behandelten Themen sich teilweise auch in solch eine Richtung orientieren, was man in anderen Büchern über KI meist nur gestreift sieht. So möchte sie ihrem Leser beispielsweise ausdrücklich Werkzeuge an die Hand geben, um sich in Fragen über KI einzumischen und bewerten zu können, wo solch eine Einmischung nötig ist und wo man ansetzen kann.
Mein Fazit: Das Buch ist sehr umfangreich und behandelt viele unterschiedliche Bereiche zum Thema. An einigen Stellen ist es mir persönlich etwas zu langatmig geschrieben, ich mag es lieber, wenn in Büchern klarer auf den Punkt gekommen wird. Dass die Autorin weiß wovon sie schreibt und das auch gut verständlich rüberbringt, ist aber offensichtlich!

 

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Das Buch „K.I.“ von Christian J. Meier umfasst 268 Seiten, kostet 12,95 Euro und erschien im Polarise Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Das Buch „Unsichtbar und überall“ von Anke Wilde umfasst 255 Seiten, kostet 19,99 Euro und erschien im Kosmos Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Das Buch „Null, unendlich und die wilde 13“ von Albrecht Beutelspacher umfasst 206 Seiten, kostet 18 Euro und erschien im C.H.Beck Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Das Buch Sternbilder“ von Govert Schilling und Wil Tirion umfasst 225 Seiten, kostet 30 Euro und erschien im Kosmos Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Das Buch „Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl“ von Katharina Zweig umfasst 320 Seiten, kostet 20 Euro und erschien im Heyne Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

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