Rezensionen

Was ich im März gelesen habe…

Und schon wieder ist ein Monat rum und was für einer… Hier auf dem Blog haben wir vor allem den Pi – Day gefeiert – Rezept und allgemeinen Artikel findet ihr hier – und uns mit dem Coronavirus SARS CoV-2 beschäftigt – meine beiden Artikel dazu findet ihr hier: Was sind der Coronavirus und COVID-19? und Corona und #selfdistancing.

Ansonsten war unser Monat vor allem von den spontan auf 5 Wochen verlängerten Ferien geprägt. Wie kann man diese Zeit besser nutzen, als mit spannenden Büchern? Und wer für die kommende Ferienzeit oder als Ostergeschenk noch auf der Suche nach guten Kindersachbüchern ist, sollte in diesem Artikel fündig werden! Aber auch für Erwachsene habe ich einige Vorschläge! Also los geht’s mit den heutigen Rezensionen:

Beginnen wir direkt mit einem richtig tollen Buch! In „Das ist alles Mathe!“ nimmt uns Johnny Ball mit auf eine Reise quer durch die Mathematik… Es geht um die Geschichte der Mathematik – Was waren die ersten Zahlensysteme? Zahlen verschiedener Völker? Seit wann haben wir die Null? … – oder auch um besondere Zahlen – Pi, Primzahlen, der goldene Schnitte… Anschließend lernen wir noch etwas über Formen – Spiegelungen, verschiedene Flächen, eine super Doppelseite über Topologie – und über Mathematik in der „realen“ Welt – Lotto, Fraktale, Kunst und einiges mehr. Ihr seht: Die Vielfalt ist enorm!


Jedem Thema ist eine Doppelseite gewidmet, es gibt viele bunte Bilder, spannende Texte und dazu immer wieder kleine Übungsaufgaben. Besonders hat uns die Seite über Topologie begeistert und das Forschermädchen freute sich sehr, eine Darstellung des Homöomorphismusses zwischen einer Tasse und einem Donut im Buch zu finden. Wenn man ein bestimmtes Thema sucht, hilft das Register.
Zwei Kritikpunkte gibt es allerdings auch: Was Albert Einstein in der Aufzählung der größten Mathematiker zu suchen hat? Keine Ahnung, das irritierte sogar das Forschermädchen direkt. Es gibt auch eine Seite zu mathematischen „Zaubertricks“. Dort ist der Kartentrick leider nicht vollständig beschrieben, was natürlich schade ist, wenn die Kinder es ausprobieren möchten.
Mein Fazit: Insgesamt ein tolles Buch! Super für Kinder, die mehr verstehen wollen und einfach die Mathematik spannend finden. Aber auch ich als Erwachsene blättere sehr gern darin. Die Graphiken sind sehr gut gewählt, die kleinen Aufgaben, die es auf den meisten Seiten gibt, sind spannend und wirken überhaupt nicht schulhaft, was ich sehr positiv finde. Insgesamt extrem empfehlenswert!

Als nächstes stelle ich euch direkt zwei Bücher zusammen vor, weil sie aus der gleichen Reihe stammen und deswegen sehr ähnlich aufgebaut sind. Durch die Bücher führt Lexi, das kleine Chamäleon, das zwischendurch immer mal auftaucht und zusätzliche Informationen erzählt. Das Buch ist in viele verschiedene kleinere Themen unterteilt, für die meist eine Doppelseite zur Verfügung steht. Zusätzlich gibt es pro Buch ein doppelseitiges Poster, was das Forschermädchen begeistert hat!


In dem Buch „Große Wissenschaftler“ werden bedeutende Naturwissenschaftler vorgestellt. Den meisten wurde dabei eine Doppelseite gewidmet, manchen auch nur eine Einzelseite. Zu allen gibt es eine Übersicht zu wichtigen Daten aus dem Leben, dazu jede Menge Bilder und kurze Texte zu den wichtigen Erkenntnissen oder Erfindungen der Person. Besonders gut gefielen mir auch die „Chronik“ am Ende des Buches mit 1,5 Seiten voller wichtiger Daten zu Entdeckungen oder Erfindungen und die Seite „Neugierig geworden?“, auf der praktische Tipps gegeben werden, wo man noch mehr Informationen bekommt, Museumsbesuche oder den Nachthimmel beobachten wird dort beispielsweise empfohlen.


In dem Buch „Naturwissenschaften“ geht es zuerst vor allem eher um allgemeinere Themen und etwas Wissenschaftsgeschichte, beispielsweise wird der Weg zur Sachlichkeit hin beleuchtet. Später im Buch geht es dann um ganz konkrete Themen wie Magnetismus, Atomenergie, Evolution, Periodensystem und ähnliches. Besonders gefiel mir ein Diagramm am Ende des Buches darüber, wie viele verschiedene Wissensgebiete zusammenhängen. (Einzig die Aussage, dass die Mathematik ein Hilfsmittel für die anderen Gebiete ist, hätte man etwas netter für uns Mathematiker formulieren können. Sie ist zwar nicht falsch, aber die Mathematik ist auch ein großes Wissensgebiet für sich selbst, nicht nur als Hilfsmittel.)
Mein Fazit: Das Forschermädchen blättert sehr gern in den Büchern, vor allem in dem mit den Biographien. Die vielen Bilder und Graphiken machen neugierung und die Texte sind sachlich, aber so, dass Kinder sie gut lesen können – vor allem auch von der Länge her. Die beiden Poster kamen extrem gut an! Kleiner Kritikpunkt: Das Forschermädchen hätte sich über mehr Lexi im Buch gefreut. Insgesamt aber sehr gut gemacht und es gibt aus der gleichen Reihe noch einige Bücher zu anderen Themen.

Als nächstes habe ich euch ein Hörbuch mitgebracht, in erster Linie für Erwachsene, aber das Forschermädchen hört auch gerne zu. In „Eine Geschichte des Universums in 100 Sternen“ von Florian Freistetter unternehmen wir eine Reise durch den Weltraum und besuchen dabei 100 verschiedene Sterne. Das Hörbuch ist die vorgelesene Version des gleichnamigen Buches, gelesen wird vom Autor selbst und das etwas mehr als 8 Stunden lang.
Im Buch / Hörbuch werden uns also 100 ausgewählte Sterne vorgestellt, dabei geht es aber nicht nur um den Stern selbst, sondern vor allem auch viel um alle anderen Phänomene im Weltall, um die Geschichte der Astronomie, um berühmte Astronomen, um spannende Entdeckungen, genauso wie um Irrtümer. Jedem Stern wird dabei ein kurzes Kapitel gewidmet, so kann man die einzelnen Abschnitte sowohl einzeln, als auch gemeinsam hören.
Mein Fazit: Das Hörbuch kann man wunderbar nebenher hören, durch die kurzen Kapitel, die nicht aufeinander aufbauen, kann man auch leicht Pausen machen. Das Werk gibt einen Überblick über spannende Themen, aber eben immer nur kleine „Häppchen“, wer genauere Informationen zu einem Stern oder Thema sucht, schaut dann besser in einem anderen Buch nach.

Als nächstes habe ich ein ganz besonderes Buch für euch, den „Bildatlas der Galaxien“.
In diesem dicken Buch dreht sich alles um die Welt der Galaxien, um die verschiedensten Arten und darum, wie wir die aktuellen, astrophysikalischen Erkenntnisse an ihnen erkennen können, bzw. wie die Beobachtungen der Galaxien die Astrophysik beeinflusst.
Zu Anfang des Buches finden wir eine ausführliche Einleitung und 15 Seiten über unsere Milchstraße. Das ist auch mit Abstand die ausführlichste Beschreibung einer speziellen Galaxie im Buch, aber ich finde das sehr angenehm, immerhin ist sie unser aller zu Hause.
Vor allem ist das Buch aber eine beeindruckende Sammlung von Astrofotografien von Amateuren. Zu jeder Galaxie gibt es ein Bild, eine Beschreibung der Galaxie, wo sie zu finden ist, wer das Bild aufgenommen hat, Details dazu und immer wieder viele Hinweise dazu, was uns diese spezielle Galaxie zeigt, woraus sie besteht und vieles mehr.


Mein Fazit: Von diesem Buch werde ich noch lange etwas haben und ich werde es so schnell sicherlich nicht ausgelesen haben. Man kann es immer wieder zur Hand nehmen, mal hier etwas lesen, mal dort. Man kann aber dank ausführlichem Inhaltsverzeichnis und Register auch nach konkreten Themen oder Galaxien suchen. Ein richtig tolles Buch für alle, die sich etwas intensiver mit Galaxien und Astrophysik beschäftigen möchten.

Normalerweise stelle ich euch Bücher nur vor, wenn ich sie ganz gelesen habe. Aber ungewöhnliche Situationen führen manchmal zu ungewöhnlichen Änderungen und aus diesem Grund möchte ich euch heute ein Buch vorstellen, was ich noch nicht komplett durchgeschaut habe. Der Anfang gefällt mir aber sehr gut und deswegen habe ich das Gefühl, das schadet nicht…
Samantha Cristoforetti hatte schon als Kind den Traum, eines Tages Astronautin zu werden. Damit ist sie sicherlich nicht die einzige, aber sie hat durch harte Arbeit die Weichen dafür gestellt, dass sie es schließlich tatsächlich schaffte und zur ISS flog. In ihrem Buch „Die lange Reise“ nimmt sie uns auf diesem Weg. Angefangen bei den ersten Bewerbungsrunden. Sie erzählt über das Auswahlverfahren, über die Tests, aber auch über ihre Doppelbelastung als Militärpilotin und die Zweifel, die sie immer wieder mal hatte. Anschließend nimmt sie uns auch mit auf die ISS – den Teil habe ich noch nicht selbst gelesen. Ich bin sehr gespannt, was noch so im Buch kommt und was für neue Einblicke ich noch bekommen werde.
Mein Fazit: Ein spannendes und sehr umfangreiches Buch. Der Schreibstil ist einfach, aber sehr angenehm zu lesen. Der Leser wird durch alle Stationen der Reise mitgenommen und zwar so anschaulich, als würde man mit Samantha Cristoforetti bei einem Tee zusammensitzen und sich unterhalten.
Übrigens werden die Erlöse aus dem Buchverkauf an UNICEF gespendet.

Und weil es solch ein besonderer Monat war und uns ein weiterer bevorsteht, habe ich direkt noch ein Buch für euch! Mit diesem Buch können sich Kinder ewig beschäftigen, wenn sie sich für Erfindungen irgendwelcher Art interessieren – ehrlich gesagt gilt das nicht nur für Kinder, ich blättere auch gern darin und lerne immer wieder etwas dazu.


Das Buch ist in sieben größere Kapitel unterteilt, die ihrerseits jeweils bestimmte konkrete Erfindungen behandeln. Meist ist hierfür dann eine Doppelseite pro Erfindung reserviert. Innerhalb der Kapitel wird meist chronologisch vorgegangen, sodass einiges auch aufeiander aufbaut. Trotzdem kann man beliebig in dem Buch hin- und herspringen und nach einem Thema seiner Wahl suchen. Beim Suchen nach konkreten Erfindungen, Themen oder Erfindern hilft zusätzlich das ausführliche Register, was ich super finde.
Das Buch enthält viele Graphiken, die die Erfindungen selbst zeigen, die Menschen, die daran gearbeitet haben oder auch kleine Skizzen, die klar machen, wie bestimmte Dinge funktionieren. Beispielsweise, warum ein Flugzeug fliegt, wie ein Klettverschluss funktioniert oder ähnliches. Kleine „Aha!“-Blasen geben zusätzliches Wissen. Immer wieder gibt es auch Doppelseiten, auf denen beispielsweise Computer, Telefone, Uhren oder Teleskope im Laufe der Zeit dargestellt werden – jeweils mit Bild, kurzer Beschreibung, Baujahr und ähnlichen Informationen. Dadurch bekommt man auf einer Seite einen guten Überblick über die Entwicklung.
Mein Fazit: Das Buch beschäftigt kleine (und größere) Forscher lange und regt garantiert zum eigenen Nachdenken und Zusammenhänge suchen an. Man kann das Buch als Nachschlagewerk benutzen, wenn man eine konkrete Frage hat, man kann darin aber auch sehr gut einfach stöbern. Die Sprache ist leicht, aber nicht zu kindlich vereinfacht. Eine gute Balance in meinen Augen. Insgesamt sehr empfehlenswert und ich bin sicher, dass wir noch viel darin lesen werden!

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Das war es mit den diesmonatigen Rezensionen. Ich hoffe, da war etwas für euch dabei? Wenn ja, versucht doch gerade jetzt bei den kleinen Buchhandlungen vor Ort zu bestellen! Die meisten davon haben zwar nicht mehr geöffnet, in dem Sinne, dass man in den Laden gehen kann. Aber viele nehmen Bestellungen sehr gern trotzdem entgegen und versenden sie kostenlos! Ich habe gerade gestern einen sehr erschreckenden Artikel gelesen, wie schlimm die Coronakrise vor allem Buchverlage trifft, das können wir alle nicht wollen. Den besagten Artikel findet ihr hier: KLICK!

Und nun bleibt alle schön gesund, viel zu Hause und lest jede Menge!

 

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Das Buch „Das ist alles Mathe!“ von Johnny Ball umfasst 96 Seiten, kostet 12,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Das Buch „Große Wissenschaftler“ aus der memo Wissen entdecken – Reihe umfasst 72 Seiten, kostet 9,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.
Das Buch „Naturwissenschaften“ aus der memo Wissen entdecken – Reihe umfasst 72 Seiten, kostet 9,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Das Buch „Eine Geschichte des Universums in 100 Sternen“ von Florian Freistetter umfasst gute 8 Stunden, kostet 17,95 Euro und erschien in der Hörverlag. Das Hörbuch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Das Buch „Bildatlas der Galaxien“ von Michael König und Stefan Binnewies umfasst 447 Seiten, kostet 58 Euro und erschien im Kosmos Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Das Buch „Die lange Reise“ von Samantha Cristoforetti umfasst 490 Seiten, kostet 24 Euro und erschien im Penguin Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Das Buch „Erfindungen für clevere Kids“ umfasst 300 Seiten, kostet 19,95 Euro und erschien im DK Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

 

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

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