Rezensionen

Was ich im Dezember gelesen habe…

Ein frohes neues Jahr wünsche ich euch!
Auch im Dezember bin ich ein wenig zum Lesen gekommen und möchte euch noch die Bücher vorstellen!

Wir beginnen direkt mit einem Buch, was sich rund um die Elemente dreht, aus denen unser Universum besteht! Das Periodensystem von Dmitri Mendelejew erscheint uns heute zwar recht logisch und naheliegend, seine Entwicklung 1869 ist aber keinesfalls so selbstverständlich gewesen. Er ordnete die bekannten Elemente in einer Tabelle, geordnet nach ihren Kernladungszahlen. Die Arbeit an sich ist schon spannend, aber um sie geht es in diesem Buch nur in der Einleitung.
Im Rest des Buches dreht sich alles um die Elemente selbst, 118 an der Zahl! Jedem Element ist sein eigener Abschnitt gewidmet, der mit einer kurzen Übersicht zu den wichtigsten Daten beginnt. Anschließend erfahren wir im Text, was das Element auszeichnet, wo es vorkommt, wie die Entdeckungsgeschichte ist oder was es sonst zu erfahren gibt. Quasi nebenbei bekommt man so auch noch eine Einführung in einen Teil der (chemischen) Wissenschaftsgeschichte, wir begegnen wichtigen Chemikern und ihrer Arbeitsweise, genauso wie verschiedensten Technologien. All das ist sehr kurzweilig geschrieben und auch als Nicht-Chemiker kann man den Texten gut folgen.
Mein Fazit: Ein gelungendes Buch, was uns mit auf eine Reise quer durch die Elemente nimmt. Hier erfährt man Dinge, die meist im Chemieunterricht und auch -studium nicht erwähnt werden: Was ist das gefährlichste Element? Oder welches kommt am meisten auf der Erde vor? Welches ist das älteste Element? Ich fand es sehr unterhaltsam, kurzweilig und informativ.

Das zweite Buch liegt schon länger bei mir und ich wusste auch eine ganze Weile nicht, ob ich es euch hier vorstellen soll. Das liegt keinesfalls daran, dass es schlecht wäre, ganz im Gegenteilt. Es geht um die Beziehung und Verknüpfungen von Philosophie und Mathematik – also im Prinzip genau das, was ich auch studiert habe und weswegen mich das Buch so ansprach.
Das Buch ist definitiv kein populärwissenschaftliches Buch (deswegen das Zögern), wer es lesen möchte, der sollte Zeit und sein Gehirn mitbringen, denn beides wird gefordert bei der Lektüre… Bernulf Kanitscheider weiß, wovon er schreibt, hat er doch ebenfalls Mathematik und Philosophie studiert und hielt den Lehrstuhl für Philosophie der Naturwissenschaften von 1974 bis 2007 an der Universität Gießen. Er vertritt in seinem Buch die Meinung, dass die Mathematik durch ihre logische Strenge als Vorbild aller Wissenschaften benutzt werden könnte / sollte.
Mein Fazit: Ein spannendes Buch, was nicht ganz leicht zu lesen ist, aber es handelt sich auch nicht um einen Fachaufsatz mit jeder Menge „Fachchinesisch“. Die Verknüpfung von Mathematik und Philosophie ist spannend und ich muss sie oft selbst erklären, das Buch ist eine gelungene Bereicherung oder Vertiefung.

Und ein letztes Buch für diesen Monat habe ich noch: „Herzlich Willkommen im Universum“ heißen uns Neil deGrasse Tyson, Michael A. Strauss und J. Richard Gott. Ein sehr kompetentes Trio, das uns in ihrem Buch einen großen Überblick über das Universum geben möchte.
Das Buch ist grob in drei Teile geteilt, wobei jeder der Autoren in einem Teil federführend war. Alle Unterkapitel sind einzeln gekennzeichnet, so weiß man immer direkt, wer schreibt.
I. Sterne, Planeten und Leben – Neil deGrasse Tyson
II. Galaxien – Michael A. Strauss
III. Einstein und das Universum – J. Richard Gott
Die Zielgruppe des Buches ist wohl der berühmte „interessierte Laie“. Auf der einen Seite ist das Buch schon allein von seinem Umfang her nichts, was man an wenigen Abenden nebenher liest, dann sind die Themen vielfältig und gehen deutlich tiefer, als das die meisten populärwissenschaftlichen Bücher tun. Gleichzeitig wird aber alles recht einfach und sehr anschaulich erklärt, es gibt immer mal wieder Graphiken, die bestimmte Sachverhalte veranschaulichen und so findet man immer wieder gut in das Thema. Aber auch vor Formeln und sogar einer Herleitung von Einsteins berühmter Formel wird hier kein Abstand genommen, was mir sehr gut gefällt.
Mein Fazit: Sehr umfangreich und vielfältig. Wer das Buch gelesen hat, hat einen ziemlich guten Überblick über die Kosmologie bekommen. An manchen Stellen fand ich das Buch etwas langatmig, aber das ist wie immer Geschmackssache. Insgesamt unbedingt empfehlenswert.

 

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Das Buch „Das Periodensystem“ von James M. Russell umfasst 222 Seiten, kostet 7,95 Euro und erschien im Anaconda Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Das Buch „Kleine Philosophie der Mathematik“ von Bernulf Kanitscheider umfasst 200 Seiten, kostet 29,80 Euro und erschien im Hirzel Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Das Buch „Herzlich Willkommen im Universum“ von Neil deGrasse Tyson, Michael A. Strauss und J. Richard Gott umfasst 556 Seiten, kostet 26,99 Euro und erschien im FBJ Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

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