Rezensionen

Was ich im November gelesen habe…

Wieder ist ein Monat vorbei und wenn ihr noch Ideen für eure eigene Wunschliste oder für Geschenke sucht, dann seid ihr hier genau richtig, denn ich habe euch wieder ein paar tolle Bücher mitgebracht!

Wie gefiel euch denn die Reihe über das Jahr? Habt ihr Lust, dass ich sie nächstes Jahr fortführe? Lasst mir doch einen Kommentar da!

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Beginnen wir direkt mit einem Buch, was uns unser Gehirn erklären möchte! Wir alle benutzen es jeden Tag und trotzdem wissen die meisten wohl nicht, was in unserem Kopf tatsächlich passiert und wie die einzelnen Bereiche zusammenspielen und welche es überhaupt gibt! Das Buch ist ein Gemeinschaftswerk von Lionel Naccache, der ein prominenter französischer Neurowissenschaftler ist, und seiner Frau Katrine Naccache, die Schriftstellerin ist. Gemeinsam haben sie ein gleichermaßen informatives, wie auch gut lesbares Buch zu schreiben und aus meiner Sicht ist ihnen das wunderbar gelungen.
Insgesamt finden wir in dem Buch 35 relativ kurze Kapitel, die sich allesamt mit jeweils einem Thema der Hirnforschung beschäftigt. Dabei beginnt es mit den grundlegensten Begriffen wie Neuron, Gliazelle oder Synapse, steigert sich zu verschiedenen Arealen und Regionen des Gehirns, nimmt sich dann noch einigen Mythen über das Gehirn an, um dan schließlich noch über solche Themen wie Bewusstsein, Kreativität, Spiegelneuronen und ähnliches zu berichten. Die Vielfalt ist also extrem groß und damit bekommt man einen richtig guten Überblick über viele wichtige Themen.
Mein Fazit: Durch das Buch bekommt man einen guten Einblick in die Prozesse, die in unserem Gehirn ständig ablaufen. Die Sprache ist allgemeinverständlich, aber trotzdem auf den Punkt, was mir gut gefällt. Wer eine Übersicht über die Arbeit und den Aufbau unserer Gehirns haben möchte, ohne direkt ein Fachbuch zu wälzen, dem sei dieses Buch empfohlen!

Mit dem zweiten Buch tauchen wir in die Welt der physikalischen Experimente ab: Insgesamt 50 Experimente der Physik-Geschichte werden in dem Buch „Schrödingers Katze“ vorgestellt und erklärt.
Jedem Experiment ist dabei ein Abschnitt oder Mini-Kapitel gewidmet worden, das meist 2-3 Seiten lang ist. Überschrieben ist jedes mit einer ganz konkreten Frage: „Wie wurde Radium entdeckt?“, „Drehen sich Teilchen?“ oder „Wo ist der magnetische Norden?“. Das erste, beschriebene Experiment ist übrigens: „Ist Luft „etwas“?“. Hier wird ein Experiment von Empedokles von 430 v. Chr. nachgegangen, das erstaunlich meinem Experiment zu den tauchenden Katzen ähnelt. Das letzte geht der Frage nach: „Was ist ein Teilchenbeschleuniger?“ und beleuchtet wird die Arbeit von Peter Higgs, eingeordnet wurde es für das Jahr 2009. Allein an diesen Beispielen kann man schon deutich die Vielfalt der Themen, Forscher und Fragestellungen erkennen.


Jeder Abschnitt hat nicht nur eine konkrete Frage als Überschrift, sondern wird auch direkt eingeordnet in die Kategorien: Jahr, Forscher, Themengebiet und Ergebnis. All diese Informationen findet man direkt am Anfang des Textes, so bekommt man einen tollen Überblick. Die Texte an sich orientieren sich weiterhin recht stark am Experiment, man lernt aber auch vieles über die grundsätzlichen Methoden der jeweiligen Zeit, über den Stand der Forschung und ähnliches. Die Spache ist klar, sehr gut verständlich, trotzdem nicht zu vereinfachend. Wer zu einem bestimmten Forschungsgebiet tiefere Details erfahren möchte, wird hier natürlich nicht fündig.
Mein Fazit: Sehr gut gelungen! Als ich das Buch das erste Mal sah, war ich skeptisch, ob so ein großes Unterfangen gelingen könnte, ohne komplett technisch oder zu vereinfachend zu werden. In meinen Augen ist diese Gradwanderung hier gut gelungen. Anhand der beschriebenen Experimente lernt man viel über die Geschichte der Physik, der Autor schweift aber trotzdem nicht von seiner eigentlichen Fragestellung ab.

Als nächstes möchte ich euch ein Hörbuch vorstellen: „Das Universum für Eilige“ von Neil deGrasse Tyson, gelesen von Oliver Rohrbeck.
Hörbücher sind klasse, wenn man im Auto sitzt, kocht, Wäsche aufhängt oder ähnliches tut, finde ich. Deswegen freue ich mich immer wieder, wenn ich mal wirklich nette finde. In diesem Fall hat das auf jeden Fall geklappt. Fast 4,5 Stunden wird uns hier das gleichnamige Buch von deGrasse Tyson vorgelesen und wir erfahren jede Menge über die Entstehung und den Aufbau des Universums. Besonders spannend fand ich die Kapitel über Dunkle Energie und Dunkle Materie oder auch die Frage, woher all die verschiedenen Elemente eigentlich stammen. Der Leser hat eine angenehme Stimme, der man gut zuhören kann, der dabei aber auch nicht einschläfernd wirkt.
Mein Fazit: Ein Hörbuch, was ich sehr gern gehört habe und bei dem man viel über das Universum lernt. Perfekt also für Momente, in denen man nicht lesen kann oder möchte, aber die „Ohren frei hat“. Wer lieber liest, kann natürlich auch das Buch direkt lesen.

Bleiben wir direkt im Universum mit dem nächsten Buch: „Alles ist aus Sternenstaub“. Der Titel klang für mich etwas kryptisch und ehrlich gesagt hatte ich kurz die Sorge, dass das Buch etwas in eine esoterische Richtung gehen könnte. Spoiler: Tut es nicht! Aber um was geht es dann?
Das ist gar nicht so leicht zu beschreiben und irgendwie beschreibt es der Untertitel am besten, aber auch nicht wirklich aussagekräftig: „Erstaunliche Erkenntnisse über das Universum“. Es geht so ziemlich um alles irgendwie. Vor allem um astronomische Fragen: Warum kreist der Mond um die Erde? Welche Strahlung trifft uns ständig und ist das schlimm? Was ist Zeit? Atmen wir Sterne ein? und ähnliches. Zwischendurch gibt es dann aber auch Exkurse zu Themen wie dem Periodensystem der Elemente, gebrochenen Herzen oder dem Ursprung der Menschheit. All diese Themen könnten wie ein großes Durcheinander wirken, tun sie aber nicht. Alles greift ineinander und der Schreibstil ist so angenehm zu lesen, dass das ganze Buch einfach toll zu lesen ist. Trotz der vielen Fakten wirkt es nicht hölzern oder gestellt. Sehr spannend und in dieser Ausführung selten.

Blick ins Buch // Quelle: Verlagshomepage

Oben drauf gibt es noch viele Zeichnungen im Buch. Sie sind alle grob im Stil des Covers gehalten. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob sie mir wirklich gefallen, einige finde ich sehr gelungen und sie unterstreichen ein Staunen beim Blick in das Universum. Teilweise wirken sie dadurch auf mich schon etwas esoterisch, wovon ich kein Fan bin.
Mein Fazit: Zuerst war ich sehr skeptisch, aber das hat sich schon nach wenigen Seiten gelegt: Hier wird mit einfacher, aber auf den Punkt gebrachter Sprache eine Rundreise durch das Universum und zu seinen Bewohnern unternommen. Extrem gelungen und dank der vielen, kleinen Kapitel ein super Buch für die Bahnfahrt oder ähnliches.

 

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Das Buch „Der kleine Gehirnversteher“ von Lionel und Katrine Naccache umfasst 180 Seiten, kostet 19,95 Euro und erschien bei C.H.Beck. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Das Buch „Schrödingers Katze“ von Adam Hart-Davis umfasst 175 Seiten, kostet 16 Euro und erschien im Knesebeck Verlag. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Das Hörbuch „Das Universum für Eilige“ von Neil deGrasse Tyson, gelesen von Oliver Rohrbeck, umfasst 4 h 21 min, kostet 17 Euro und erschien in der Hörverlag. Das Hörbuch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Das Buch „Alles ist aus Sternenstaub“ von Ella Frances Sanders umfasst 190 Seiten, kostet 18 Euro und erschien in der Edition Michael Fischer. Das Buch könnt ihr beispielsweise direkt beim Verlag, beim örtlichen Buchhändler oder bei Amazon bestellen.

Vielen Dank für die Bereitstellung als Rezensionsexemplar.

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